Armut ist zunehmend ein Problem der Alten. In keiner Gruppe war der Anstieg seit 2005 so stark wie bei den über 64-Jährigen.

Armut ist zunehmend ein Problem der Alten. In keiner Gruppe war der Anstieg seit 2005 so stark wie bei den über 64-Jährigen.

Foto: Hildenbrand/dpa

Der Norden

Im Alter kommt die Armut - Starker Anstieg im Land Bremen

Von nord24
2. Oktober 2020 // 09:30

Die Generation 65 plus ist in Niedersachsen und Bremen zunehmend von Altersarmut bedroht. Der Anteil der über 64-Jährigen in Niedersachsen, die gemessen am mittleren Einkommen armutsgefährdet sind, stieg in den vergangenen 15 Jahren um 4,1 Prozentpunkte auf 16,7 Prozent im Jahr 2019. Das haben die Forscher des Statistischen Bundesamts in Wiesbaden errechnet.

Mehr als jeder Achte lebt in Armut

In Bremen stieg ihr Anteil um 6,3 Prozentpunkte auf 15,3 Prozent im Jahr 2019 an. Der Anstieg des Armutsrisikos in der Generation 65 plus in Niedersachsen ist demnach geringer als im Bundesschnitt, in Bremen ist er größer. Der Anteil der über 64-Jährigen, die bundesweit armutsgefährdet sind, stieg um 4,7 Prozentpunkte auf 15,7 Prozent im Jahr 2019.

Land Bremen liegt unter dem Bundesdurchschnitt

Insgesamt stieg die Armutsgefährdungsquote in den Jahren 2005 bis 2019 um 1,2 Prozentpunkte auf 15,9 Prozent. Damit liegt Niedersachsen über dem Bundesdurchschnitt, das Land Bremen darunter.

Rentner besonders stark betroffen

In keiner anderen Altersgruppe war der Anstieg den Angaben zufolge seit 2005 so groß. Armut wird in der Bundesrepublik über das Haushaltseinkommen und die daraus folgenden Möglichkeiten an gesellschaftlicher Teilhabe definiert. Die Armutsgefährdungsquote gibt den Anteil der Bevölkerung an, der mit weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens auskommen muss. Bei einem Ein-Personen-Haushalt lag diese Grenze 2019 bei 1074 Euro im Monat.

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