Ein Riesenrad steht vor dem Sail City in Bremerhaven.

Ein Riesenrad steht vor dem Sail City in Bremerhaven.

Foto: Mohssen Assanimoghaddam

Der Norden

Immer mehr Schausteller in Existenznot

Von nord24
28. Juli 2020 // 09:00

Seit den Weihnachtsmärkten hatten die meisten keine Einnahmen mehr: In Niedersachsen und Bremen geraten immer mehr Schausteller in Existenznot.

Erste Insolvenzen

„Die ersten Betriebe haben schon Insolvenz angemeldet“, sagte Rudolf Robrahn, Vorsitzender des Schaustellerverbandes des Landes Bremen. „Es wird tagtäglich schwieriger.“ Die Betreiber von Riesenrädern, Karussells und Losbuden befürchteten, dass auch im Spätsommer und Herbst keine Volksfeste veranstaltet werden können, auf denen Geld zu verdienen ist.

Gespräche über Freimarkt

Es gebe intensive Gespräche mit dem Wirtschaftsressort, wie der Bremer Freimarkt zu realisieren sei, sagte Robrahn. Der entscheidende Punkt sei die zugelassene Besucherzahl. Wenn zu wenige Gäste zugelassen würden, lohne es sich nicht, die Fahrgeschäfte aufzubauen. Der Freimarkt ist vom 16. Oktober bis zum 1. November geplant.

Riesenräder in Bremen und Bremerhaven

Otfried Hanstein hat in Absprache mit den Behörden zwei seiner Riesenräder in Bremen und Bremerhaven aufgestellt. „Das ist kein Ersatz für große Volksfeste, aber es hilft“, sagte der Senior-Chef des Familienbetriebs. Auch er verzweifelt zusehends in Corona-Zeiten: „Warum dürfen Kinder in der Kita oder auf dem Spielplatz zusammen spielen, aber nicht nebeneinander im Autoscooter sitzen?“

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