Seehund Freya schaut an einem Strand der ostfriesischen Insel Juist kurz vor seiner Auswilderung aus seinem Korb. Es handelte sich um die erste Auswilderungsfahrt der Seehundaufzuchtstation Norddeich in diesem Jahr.

Seehund Freya schaut an einem Strand der ostfriesischen Insel Juist kurz vor seiner Auswilderung aus seinem Korb. Es handelte sich um die erste Auswilderungsfahrt der Seehundaufzuchtstation Norddeich in diesem Jahr.

Foto: Carmen Jaspersen/dpa

Der Norden

Junge Seehunde werden in der Nordsee ausgewildert

Von nord24
7. August 2019 // 14:30

Nach gut zwei Monaten Kuraufenthalt mit Vollpension in Norddeich schwimmt Seehund Freya wieder in der Nordsee. Das Seehundbaby hatte Ende Mai vor Borkum den Kontakt zum Muttertier verloren und war als erster Heuler der Saison in der Seehundstation aufgenommen worden.

160 Tiere aufgenommen

Den Duft der Freiheit schnuppern seit Dienstag neben Freya auch drei weitere Heuler: Lotte aus Cuxhaven, Mucki von Borkum und Finchen aus Hooksiel wurden vor der Insel Juist ausgewildert. Insgesamt wurden 160 mutterlose Tiere in der Seehundstation aufgenommen, die in den kommenden Wochen bis Ende Oktober in der Wildnis ausgesetzt werden, sagte Stationsleiter Peter Lienau am Mittwoch.

Seehunde nicht stören

Die Jungtiere hatten nach intensiver Pflege in der Station ein Mindestgewicht von 25 Kilogramm erreicht und müssen jetzt allein auf Jagd gehen. Hauptursache für die Trennung von den Muttertieren seien Störungen durch Menschen, sagte Lienau. Die Seehundbabys könnten bei Störungen nicht ausreichend gesäugt werden und verlören wegen ihrer Flucht ins Wasser und beim Schwimmen weiter an Kraft. Spaziergänger am Strand sollten daher einen Abstand von 300 Metern einhalten, um den Kontakt zwischen Mutter- und Jungtieren nicht weiter zu erschweren. (dpa)

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