Um einen starken Anstieg bei der Arbeitslosigkeit zu verhindern, denkt die Politik derzeit über eine Verlängerung der Kurzarbeit nach.

Um einen starken Anstieg bei der Arbeitslosigkeit zu verhindern, denkt die Politik derzeit über eine Verlängerung der Kurzarbeit nach.

Foto: Ole Spata/dpa

Der Norden

Kurzarbeitergeld soll in die Verlängerung

23. August 2020 // 17:30

Um eine riesige Pleitewelle bei den Unternehmen und einen sprunghaften Anstieg der Arbeitslosigkeit zu verhindern, will die Bundesregierung bei den Corona-Hilfen nachsteuern. Im Blick stehen vor allem eine Verlängerung des Kurzarbeitergeldes. Dabei geht es um Milliardenbeträge. In dieser Woche könnten dazu wichtige Entscheidungen fallen.

Verlängerung der Kurzarbeit

Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) möchte vorschlagen, dass die Kurzarbeit von 12 auf 24 Monate verlängert werden kann. Dazu müssen noch Rechtsänderungen auf den Weg gebracht werden.

Aufstockung bleibt

Auch die Aufstockung des Kurzarbeitergeldes soll dann möglich sein. Heils Ressort habe ein entsprechendes Konzept entwickelt. Regulär beträgt das Kurzarbeitergeld 60 Prozent des ausgefallenen Nettolohns, für Berufstätige mit Kindern 67 Prozent. Die Bundesregierung hatte in der Corona-Krise aber beschlossen, das Kurzarbeitergeld aufzustocken. Ab dem vierten Monat wird es nun auf 70 beziehungsweise 77 Prozent erhöht, ab dem siebten Monat auf 80 beziehungsweise 87 Prozent.

Bis zu 10 Milliarden Euro Kosten

Die Verlängerung des Kurzarbeitergeldes auf 24 Monate könnte zwischen 5 und 10 Milliarden Euro kosten, schrieb die „Bild am Sonntag“. Die Höhe der Kosten sei davon abhängig, wie viele Beschäftigte 2021 und 2022 noch von Kurzarbeit betroffen sein werden.

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