Baden-Württemberg: Schüler des Spohn-Gymnasiums sitzen bei geöffnetem Fenster mit Mund- und Nasenschutz im Unterricht.

Baden-Württemberg: Schüler des Spohn-Gymnasiums sitzen bei geöffnetem Fenster mit Mund- und Nasenschutz im Unterricht.

Foto: Felix Kästle/dpa

Der Norden

Lehrerverband fordert halbe Klassen in Risiko-Gebieten

Von nord24
20. Oktober 2020 // 09:30

Der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Heinz-Peter Meidinger, hat Ländern und Kommunen einen widersprüchlichen Umgang mit den Corona-Regeln vorgeworfen.

Weiter Regelbetrieb

Der Regelbetrieb in Schulen laufe vielerorts weiter, obwohl in Städten und Regionen immer häufiger der kritische Wert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche überschritten werde, sagte Meidinger der „Rhein-Neckar-Zeitung“ (Heidelberg). „Bei diesem Wert müsste es eigentlich eine Rückkehr zum Wechselbetrieb mit halbierten Klassen geben.“ Er kenne aber kaum eine Kommune, die entsprechend handele.

„Auf Teufel komm raus offenhalten“

„Es sorgt uns, dass diese Richtwerte für verschärfte Hygieneschutzmaßnahmen an Schulen komplett ignoriert werden, um Schulen auf Teufel komm raus offen zu halten.“ Ende vergangener Woche hatte die Kultusministerkonferenz trotz deutlich steigender Corona-Infektionszahlen nochmal bekräftigt, dass Schulen und Kitas möglichst lange offen bleiben sollen. Bei höheren Infektionszahlen könne es sinnvoll sein, die Maskenpflicht auch im Unterricht anzuordnen, hieß es.

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