Ein Luchs hat im Harz sieben Schafe gerissen.

Ein Luchs hat im Harz sieben Schafe gerissen.

Foto: Symbolfoto: Hollemann/dpa

Der Norden

Luchs reißt sieben Schafe

Von nord24
31. Januar 2017 // 14:00

Im Solling ist eine kleine Schafherde von einem Luchs gerissen worden. Es ist der folgenschwerste Zwischenfall mit Nutztieren seit dem Beginn des Auswilderungsprojektes im Jahr 2000, wie verschiedene Medien berichteten.

Spuren im Schnee

Die sieben toten Tiere wurden bereits am Freitag auf einer Weide bei Lobach im Landkreis Holzminden gefunden, der Vorfall wurde aber erst jetzt bekannt. "Es gibt keinen Zweifel, das es ein Luchs war", sagte der Leiter des Luchs-Projektes, Ole Anders. "Er hat seine Spuren im Schnee hinterlassen."

Schäfer wird entschädigt

Der Besitzer der Schafe werde von der Verwaltung des Nationalparks entschädigt, kündigte Anders an. Seit der Wiederansiedlung habe es nur in einzelnen Ausnahmefällen Risse von mehr als einem Nutztier gegeben, sagte er. So hatte im März 2002 ein Luchs bei Scharzfeld vier Schafe gerissen.

Bis zu 90 Luchse im Harz

Eineinhalb Jahrzehnte nach Beginn der Wiederansiedlung leben im Harz vermutlich bis zu 90 Luchse. Rund 200 Jahre lang galten sie dort als ausgestorben. Im Rahmen des Wiederansiedlungsprojektes wurden in den Jahren 2000 bis 2006 im niedersächsischen Teil des Nationalparks 24 Tiere freigelassen. Luchs unterliegt Jagdrecht Sie haben sich seither stark vermehrt und auch angrenzende Regionen besiedelt. Anders als der Wolf unterliegt der Luchs in Niedersachsen dem Jagdrecht, hat aber ganzjährige Schonzeit.

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