Ein Bild mit Symbolcharakter: Markus Söder (CSU;L-R), Ministerpräsident von Bayern, Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Peter Tschentscher (SPD), Erster Bürgermeister von Hamburg, kommen zu einer Pressekonferenz im Bundeskanzleramt. Die Bewältigung der Coronakrise ist vor allem männlich geprägt, argumentiert Maike Voss.

Ein Bild mit Symbolcharakter: Markus Söder (CSU;L-R), Ministerpräsident von Bayern, Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Peter Tschentscher (SPD), Erster Bürgermeister von Hamburg, kommen zu einer Pressekonferenz im Bundeskanzleramt. Die Bewältigung der Coronakrise ist vor allem männlich geprägt, argumentiert Maike Voss.

Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa

Der Norden

Mehr weibliche Expertise in der Coronakrise

8. September 2020 // 18:05

„Ich habe mich sehr darüber geärgert, dass die Debatte - zumal am Anfang - sehr geprägt war von weißen, männlichen Virologen", sagt Maike Voss von der Stiftung Wissenschaft und Politik - German Institute for International and Security Affairs im NORD|ERLESEN-Interview. Sie fordert deshalb einen wissenschaftlichen Expertenrat, der Männer und Frauen gleichermaßen repräsentiert.

Frauen stärker vertreten

„Wir wissen, dass im Gesundheitswesen circa 75 Prozent Frauen arbeiten", so Voss. Sie warnt in diesem Zusammenhang davor, dass die Interessen von Frauen in Entscheidungsgremien, wissenschaftlichen Beiräten und im öffentlichen Diskurs somit nicht zu 100 Prozent vertreten werden.

Eine männliche Diskussion

„Wir reden gerade ganz viel über Fußballstadien und viel zu wenig über die Sicherheit von Kindern in Schulen." Voss sieht darin den Verdacht, dass die Diskussion männlich geprägt ist.

Das komplette Experten-Video-Interview mit Maike Voss über die öffentliche Wahrnehmung von Wissenschaftlern in der Coronakrise könnt ihr jetzt auf NORD|ERLESEN sehen.

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