Wenn möglich sollte im Corona-Herbst auf Reisen verzichtet werden, findet Niedersachsens Gesundheitsministerin Carola Reimann.

Wenn möglich sollte im Corona-Herbst auf Reisen verzichtet werden, findet Niedersachsens Gesundheitsministerin Carola Reimann.

Foto: picture alliance/dpa

Der Norden

Ministerin Reimann: Herbstferien am besten zu Hause

Von nord24
6. Oktober 2020 // 09:55

Wegen der steigenden Zahl von Corona-Infektionen hat Niedersachsens Gesundheitsministerin Carola Reimann davon abgeraten, in den Herbstferien zu verreisen. Zugleich lehnt sie aber ein Übernachtungsverbot für Urlauber aus anderen Bundesländern in Niedersachsen ab.

Auch auf innerdeutsche Reisen verzichten

„Ich empfehle allen Bürgerinnen und Bürgern, die Herbstferien möglichst zu Hause zu verbringen“, sagte die SPD-Politikerin der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ). Dabei sei es unerheblich, ob es sich um einen Urlaub innerhalb Deutschlands oder um eine Flugreise ins Ausland handele.

Berlin als Risikogebiet ist „überzogen“

Quarantäne-Regelungen wie in Schleswig-Holstein erteilte Reimann aber eine klare Absage. Die Ministerin bezeichnete das Vorgehen des Nachbarbundeslandes als „überzogen“. Wegen zu hoher Corona-Infektionszahlen hat Schleswig-Holstein die Berliner Bezirke Mitte, Neukölln, Tempelhof-Schöneberg und Friedrichshain-Kreuzberg als Risikogebiete im Inland ausgewiesen. Wer aus diesen Berliner Bezirken nach Schleswig-Holstein einreist, muss sich sofort 14 Tage in Quarantäne begeben oder zwei negative Corona-Tests innerhalb von fünf Tagen vorweisen.

Übernachtungsverbot keine Option

Entsprechende Regelungen innerhalb des Bundesgebietes sind aus Sicht der niedersächsischen Landesregierung „praktisch nicht umsetz- oder gar kontrollierbar“. Auch werde derzeit nicht an ein Übernachtungsverbot für Menschen aus innerdeutschen Risikogebieten gedacht.

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