Olaf Lies (SPD), Umweltminister von Niedersachsen, wird wegen der Abschussgenehmigung für den Rodewalder Wolf mit dem Tod bedroht.

Olaf Lies (SPD), Umweltminister von Niedersachsen, wird wegen der Abschussgenehmigung für den Rodewalder Wolf mit dem Tod bedroht.

Foto: Bäuml/dpa

Der Norden

Morddrohungen gegen Umweltminister Lies wegen Wolfsjagd

Von nord24
31. Januar 2020 // 14:15

Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies (SPD) wird wegen der Abschussgenehmigung für den Rodewalder Wolf mit dem Tode bedroht. Entsprechende Drohungen und Anfeindungen gibt es sowohl gegen Lies persönlich als auch gegen Jäger allgemein, wie das Ministerium am Freitag in Hannover bestätigte.

Fotomontage zeigt KZ

So zeige eine Fotomontage mit dem Titel "Holocaust in unseren Wäldern" den Eingang zum KZ Auschwitz mit der Aufschrift "Jagd macht frei" in Anlehnung an den zynischen Satz "Arbeit macht frei" der Nationalsozialisten.

Polizei eingeschaltet

"Einfach nur noch geschmacklos und geradezu entsetzlich, wie selbst ernannte Wolfsschützer mit dem Schicksal von über einer Million Menschen umgehen, die in Auschwitz ihr Leben gelassen haben", sagte Lies der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung". Der Minister hat dem Bericht zufolge die Polizei eingeschaltet.

Wolfsberater abberufen

Schon Anfang 2019 hatte das Umweltministerium nach Drohungen einen Wolfsberater im Landkreis Nienburg abberufen. Dort soll der Leitwolf des Rodewalder Rudels abgeschossen werden. Die seit einem Jahr laufende Suche nach dem Tier mit der Kennung GW717m ist nach wie vor erfolglos. (lni)

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