Symbolfoto aus Ägypten: Eine Ziege steht angeleint in einem Schlachthof vor dem islamischen Opferfestes Eid al-Adha.

Symbolfoto aus Ägypten: Eine Ziege steht angeleint in einem Schlachthof vor dem islamischen Opferfestes Eid al-Adha.

Foto: Tarek/dpa

Der Norden

Niedersachsen: Muslime dürfen Tiere schächten

Von nord24
12. August 2019 // 08:00

Niedersachsen hat zum islamischen Opferfest erneut eine Ausnahmegenehmigung zum betäubungslosen Schlachten erteilt, nachdem es darüber im letzten Jahr eine kontroverse Debatte gab. Die an einen Schlachtbetrieb erteilte Genehmigung gelte für maximal 200 Schafe und Ziegen, teilte das Landwirtschaftsministerium in Hannover mit.

In Deutschland verboten

In Deutschland ist das Schlachten ohne vorherige Betäubung - dies wird als Schächten bezeichnet - grundsätzlich verboten. Der Tierschutz verlangt eine Betäubung, die das Schmerzempfinden der Tiere sicher ausschaltet. Um zugleich die Religionsfreiheit mit entsprechenden Glaubensvorschriften zu gewährleisten, sind allerdings Ausnahmen möglich. Im vergangenen Jahr war die Genehmigung für das Schlachten von 202 Tieren nach islamischem Ritus erteilt worden.

Halal erlaubt

Das islamische Opferfest dauert in diesem Jahr vom 11. bis zum 14. August. Ohne weiteres erlaubt ist in Deutschland die Halal-Schlachtung, bei der zwar islamische Regeln beachtet, das Tier aber auf jeden Fall vorher betäubt wird. (dpa)

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