Der deutsche Verband für Physiotherapie (ZVK) fordert finanzielle Soforthilfen von der Politik.

Der deutsche Verband für Physiotherapie (ZVK) fordert finanzielle Soforthilfen von der Politik.

Foto: Christin Klose/dpa-tmn

Der Norden

Physiotherapeuten und Co. gehen die Patienten aus

25. März 2020 // 14:29

Ob Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Logopäden oder Podologen – unter den Heilmittelerbringern wächst in diesen Tagen allerorts die Verzweiflung. Grund ist, dass wegen der Corona-Krise immer mehr Patienten ihre Behandlungstermine absagen. Die selbstständigen Praxisinhaber und deren Angestellte bringt das in finanzielle Schwierigkeiten.

ZVK: Hunderttausende Arbeitsplätze gefährdet

Der deutsche Verband für Physiotherapie (ZVK) wirft der Politik vor, wissentlich die Insolvenz von vielen tausend Heilmittelerbringern in Kauf zu nehmen. Damit werden nicht nur Hunderttausende Arbeitsplätze gefährdet, sondern auch die Gesundheit der Bevölkerung, so der Verband in einer Pressemitteilung.

Termine werden abgesagt

Demnach erleide die Branche derzeit einen Umsatzrückgang um 60 bis 90 Prozent. Grund für die Umsatzrückgänge sei einerseits, dass zahlreiche Patienten aus Angst vor der Corona-Welle ihre Termine absagen. Viele Patienten gehörten zur Risikogruppe und blieben nun lieber zuhause.

Systemrelevante Berufsgruppe

Viele glaubten aber auch, dass die Praxen aufgrund der verhängten Kontaktverbote geschlossen seien. Physiotherapeuten gehörten jedoch zu den sogenannten systemrelevanten Berufsgruppen.

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