Polizisten führen den Verdächtigen nach einem Einsatz in Schwarmstedt im Mai in Handschellen ab.

Polizisten führen den Verdächtigen nach einem Einsatz in Schwarmstedt im Mai in Handschellen ab.

Foto: dpaM. Schäfer/HannoverReporter.de/dpa

Der Norden

Prozess in Kiel: Mann soll Tod auf der Ostsee vorgetäuscht haben

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Von nord24
9. Dezember 2020 // 10:55

Mit seinem vorgetäuschten Tod auf der Ostsee wollte ein Mann aus Kiel laut Anklage 4,1 Millionen Euro von Versicherungen erschwindeln.

Ehefrau mitangeklagt

Dem 53-Jährigen, der seit Mittwoch vor Gericht steht, wird besonders schwerer versuchter Betrug in 14 Fällen vorgeworfen. Mit ihm auf der Anklagebank des Kieler Landgerichts sitzt seine 53 Jahre alte Ehefrau. Beide schwiegen zu Prozessbeginn zu den Vorwürfen.

Bootsunglück vorgetäuscht

Laut Anklage täuschte das Ehepaar gemeinsam mit der Mutter des Mannes im Herbst 2019 dessen Tod durch ein Bootsunglück vor. Begünstigte der insgesamt 14 Risiko-, Lebens- und Unfallversicherungen waren Ehefrau und Mutter des Angeklagten.

In Schwarmstedt festgenommen

Das Verfahren gegen die mitangeklagte 87 Jahre alte Mutter, die ihren Sohn tatkräftig bei dem Plan unterstützt haben soll, wurde kurz vor Prozessbeginn aus gesundheitlichen Gründen abgetrennt. Polizisten hatten den Kieler am 7. Mai im Haus seiner Mutter im niedersächsischen Schwarmstedt auf dem Dachboden festgenommen. (dpa/tra)

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