An der Razzia bis zum Mittwochabend waren bis zu 400 Einsatzkräfte der Polizeidirektion Göttingen, der Zentralen Polizeidirektion Niedersachsen mit mehreren Einsatzhundertschaften sowie aus dem Landeskriminalamt Niedersachsen mit dem Spezialeinsatzkommando beteiligt.

An der Razzia bis zum Mittwochabend waren bis zu 400 Einsatzkräfte der Polizeidirektion Göttingen, der Zentralen Polizeidirektion Niedersachsen mit mehreren Einsatzhundertschaften sowie aus dem Landeskriminalamt Niedersachsen mit dem Spezialeinsatzkommando beteiligt.

Foto: Gossmann/dpa

Der Norden

Schlag gegen Salafisten: Razzia in Hildesheimer Moschee

Von nord24
28. Juli 2016 // 10:15

Die Polizei ist mit einer Razzia gegen mutmaßliche Islamisten in Hildesheim vorgegangen. Die Beamten durchsuchten nach Angaben des Innenministeriums die DIK-Moschee "Deutschsprachiger Islamkreis Hildesheim" sowie Wohnungen von acht Vorstandsmitgliedern des Vereins.

Festgenommen wurde allerdings niemand

Dabei seien zahlreiche Beweismittel sichergestellt worden, hieß es am Donnerstag aus Polizeikreisen. Festnahmen habe es nicht gegeben.

"Ein Hot-Spot der Salafistenszene"

"Der DIK in Hildesheim ist ein bundesweiter Hot-Spot der radikalen Salafistenszene", sagte Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD) laut Mitteilung. "Nach Monaten der Vorbereitung sind wir mit den Durchsuchungen einen wichtigen Schritt zum Verbot des Vereins gegangen."

Zahlreiche Moschee-Besucher reisten nach Syrien zum IS

Den Sicherheitsbehörden lägen Erkenntnisse vor, wonach im Verein Muslime radikalisiert und zur Teilnahme am Dschihad in den Kampfgebieten motiviert würden, sagte Pistorius. Zahlreiche Moschee-Besucher sind laut Innenministerium "nachweislich" nach Syrien und in den Irak gereist - unter anderem, um sich der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) anzuschließen. "Das werden wir mit allen uns zur Verfügung stehenden rechtsstaatlichen Mitteln bekämpfen", sagte Pistorius.
Die Region Hildesheim/Göttingen hat sich zu einem Schwerpunkt für die wachsende Zahl radikal-islamischer Salafisten entwickelt. Ein Drittel der im vergangenen Jahr in Richtung Syrien und Irak ausgereisten Gotteskrieger stammt aus der Region, wie es im Ende Mai vorgelegten Verfassungsschutzbericht 2015 hieß. Die Zahl der Salafisten stieg demzufolge von 400 Ende 2014 auf mehr als 540. (dpa)

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