Von diesem Montag an müssen sich Kinder, Jugendliche und Schulpersonal zweimal pro Woche vor Unterrichtsbeginn zu Hause auf das Coronavirus testen.

Von diesem Montag an müssen sich Kinder, Jugendliche und Schulpersonal zweimal pro Woche vor Unterrichtsbeginn zu Hause auf das Coronavirus testen.

Foto: Julian Stratenschulte/dpa

Der Norden

Schulleitungsverband: Chaos bei Start mit Testpflicht

12. April 2021 // 14:59

Zwei verpflichtende Corona-Tests pro Woche für Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte sollen den Unterricht sicherer machen.

Schulleitungsverband: Start war chaotisch

Der Start der verpflichtenden Corona-Selbsttests für Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte ist aus Sicht des Schulleitungsverbandes Niedersachsen chaotisch verlaufen. Einige Schulen hätten viel zu wenige Testkits erhalten, manche die falschen, sagte der Geschäftsführer des Verbandes, Rene Mounajed, am Montag.

„Völlig unprofessionell“

„Das ist völlig unprofessionell.“ Viele Schulleitungen seien wütend. Die Kommunikation des Kultusministeriums sei zudem viel zu kurzfristig und unklar, kritisierte Mounajed.

Unterschiedliche Organisationen an Schulen

Der erste Tag nach den Osterferien wurde demnach unterschiedlich organisiert. An manchen Schulen wurden nur Testkits ausgegeben, Unterricht und Notbetreuung gab es nicht. Andere Schulen boten lediglich Notbetreuung an, wiederum andere starteten mit dem Unterricht, ohne die Kinder zu testen.

„Jeder macht, was er für richtig hält“

„Hier macht jeder, was er für richtig hält“, so Mounajed. Die Tests seien zwar sinnvoll, aber für den Gesundheitsschutz des Personals reiche das nicht aus. „Unsere Leute sind gefährdet. Sie müssen geimpft werden, und zwar jetzt.“

Zwei Tests pro Woche

Von diesem Montag an müssen sich Kinder, Jugendliche und Schulpersonal zweimal pro Woche vor Unterrichtsbeginn zu Hause auf das Coronavirus testen. Die Schulen verteilen dafür sogenannte Laientests für den vorderen Nasenbereich, die das Ergebnis nach rund 15 Minuten anzeigen.

Testpflicht gilt für Präsenzunterricht

Die Testpflicht gilt nur für den Präsenzunterricht. Schülerinnen und Schüler, die zuhause lernen, müssen sich nicht testen. In Landkreisen oder kreisfreien Städten mit einer Inzidenz von mehr als 100 sind in der Regel nur Grundschulen und Abschlussklassen in der Schule, die anderen lernen per Distanzunterricht zuhause.

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