Babyklappen sollen verhindern, dass Kinder in gefährlichen Situationen ausgesetzt werden, wie es im Fall der kleinen Luise aus Stade geschehen ist.

Babyklappen sollen verhindern, dass Kinder in gefährlichen Situationen ausgesetzt werden, wie es im Fall der kleinen Luise aus Stade geschehen ist.

Foto: Roland Weihrauch/dpa

Der Norden

Sechs Babyklappen gibt es in Niedersachsen und Bremen

Von nord24
30. Dezember 2019 // 07:25

Der Fund eines neugeborenen Babys auf einer Wiese Anfang Dezember in Stade hat viele Menschen bewegt. Wer das kleine Mädchen, das später von Krankenschwestern den Namen Luisa bekam, ausgesetzt hat, ist unklar. Hinweise auf die Mutter gibt es nicht.

Keine Babyklappe in Stade

Dass Luisa überlebte, ist einem Paar zu verdanken, das das schreiende Kind fand und die Rettungskräfte alarmierte. Inzwischen lebt es bei einer Pflegefamilie. Um Babys vor Aussetzung zu schützen, gibt es mancherorts in Niedersachsen und Bremen sogenannte Babyklappen oder Babykörbchen. Mütter können Neugeborene durch eine Klappvorrichtung in ein Wärmebettchen legen. Ein automatischer Alarm informiert Fachkräfte, die das Kind medizinisch versorgen. In Stade, wo Luisa ausgesetzt wurde, gibt es ein solches Angebot nicht.

Erste Babyklappe 2001

Landesweit haben fünf Einrichtungen in Niedersachsen und ein Krankenhaus in Bremen ein Babykörbchen. Nach einer Umfrage der Deutschen Presse-Agentur wurden dort seit dem jeweiligen Start 77 Säuglinge abgegeben. Städte mit Babykörbchen sind Hannover, Braunschweig, Rotenburg (Wümme), Osnabrück und Nordhorn. Die ersten Babyklappen wurden im Jahr 2001 eingerichtet. (dpa)

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