Zwei Polizistinnen gehen am Montag über eine Straße in Hameln. Hier hatte am Vorabend ein Mann eine junge Frau mit einem Seil an die Anhängerkupplung eines Autos gebunden und rund 250 Meter weit durch die Stadt geschleift.

Zwei Polizistinnen gehen am Montag über eine Straße in Hameln. Hier hatte am Vorabend ein Mann eine junge Frau mit einem Seil an die Anhängerkupplung eines Autos gebunden und rund 250 Meter weit durch die Stadt geschleift.

Foto: Stratenschulte/dpa

Der Norden

Tragödie in Hameln: Kind saß mit im Auto

Von nord24
22. November 2016 // 12:00

An einem Seil schleifte ein Mann seine Ex-Partnerin an ein Auto gebunden rund 250 Meter durch Hameln. Das gemeinsame Kind saß dabei mit im Fahrzeug. Das Opfer kämpft weiter ums Überleben.

Der gemeinsame Sohn sitzt mit im Auto

Neue erschütternde Erkenntnisse zu dem Verbrechen in Hameln: Der gemeinsame kleine Sohn hat nach Angaben der Ermittler mit im Fahrzeug gesessen, als ein 38 Jahre alter Mann seine frühere Freundin mit einem Strick um den Hals hinter dem Auto hergezogen hat. Der Zweijährige befinde sich inzwischen in der Obhut des Jugendamtes, sagte Polizeisprecher Jens Petersen.

Frau soll auch Messerstiche erlitten haben

Die 28 Jahre alte Frau schwebt weiter in Lebensgefahr. Der Zustand der Frau, die nach unbestätigten Informationen auch Messerstiche erlitten haben soll, sei noch immer kritisch, so Petersen.

Das Paar lebte seit einiger Zeit getrennt

Der Hintergrund des Verbrechens ist weiter unklar. "Wir gehen aber weiterhin von einer Beziehungstat aus", sagte Petersen. Das Paar lebte seit einiger Zeit getrennt. Der gemeinsame Sohn wohnte bei der Mutter in Hameln, der Mann in Bad Münder.

38-Jähriger sitzt seit Montag in Untersuchungshaft

Der 38-Jährige hatte sich direkt nach der Tat der Polizei gestellt und sich festnehmen lassen. Er wurde am Montag dem Haftrichter vorgeführt und sitzt seitdem wegen Verdachts auf versuchten Mord in Untersuchungshaft. Zu den Hintergründen der Tat hat er sich nach Angaben der Staatsanwaltschaft nicht geäußert.

Deutsche Staatsangehörige kurdischer Abstammung

Nach Angaben der Polizei sind die Frau und der mutmaßliche Täter deutsche Staatsangehörige kurdischer Abstammung. Sie gehören zu verschiedenen Großfamilien. Aus Angst vor möglichen Racheakten hatte die Polizei nach der Tat "Schutzmaßnahmen" ergriffen. Es habe bisher aber keine kritischen Vorfälle gegeben, sagte Petersen. (dpa)

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