Das Labor in Mienenbüttel ist am Montag durchsucht worden. Beteiligt waren die Staatsanwaltschaft Stade und die Polizeiinspektion Harburg.

Das Labor in Mienenbüttel ist am Montag durchsucht worden. Beteiligt waren die Staatsanwaltschaft Stade und die Polizeiinspektion Harburg.

Foto: Marks/dpa

Der Norden

Umstrittenes Tierversuchslabor durchsucht

Von nord24
25. November 2019 // 15:37

Aufnahmen von schreienden Affen und blutverschmierten Hunden in einem Tierversuchslabor mobilisieren Tausende und sorgen seit Wochen für Empörung. Die Staatsanwaltschaft Stade ermittelt - und hat jetzt einen weiteren Schritt in die Wege geleitet.

Durchsuchungen am Montag

Das umstrittene Tierversuchslabor südlich von Hamburg ist am Montag durchsucht worden. Beteiligt waren die Staatsanwaltschaft Stade, die Polizeiinspektion Harburg, Mitarbeiter des zuständigen Landkreises Harburg und Beamte des Landeskriminalamtes, wie es in einer gemeinsamen Presseerklärung von Staatsanwaltschaft und Polizei hieß.

Aufnahmen von Tierquälerei veröffentlicht

Auch Standorte der Firma LPT in Hamburg und Schleswig-Holstein seien durchsucht worden. Grundlage der Durchsuchung sei ein Durchsuchungsbeschluss des Amtsgerichts Stade, hieß es in der Presseerklärung. Tierschützer hatten angeprangert, dass in Mienenbüttel Hunde und Affen bei Versuchen misshandelt würden. Ein Aktivist hatte sich als Mitarbeiter eingeschlichen und Aufnahmen von schreienden Affen und blutverschmierten Hunden gemacht.

LPT äußert  sich nicht

"Die Staatsanwaltschaft Stade ermittelt wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz und anderer möglicher Vorwürfe", sagte ein Sprecher. Die Firma LPT hat gegenüber der Deutschen Presse-Agentur bislang nicht auf Bitten um eine Stellungnahme reagiert. (lni)

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