Auch einige Beschäftigte in der Pflege sind betroffen. Ihre Arbeit wurde während des Lockdowns besonders gelobt.

Auch einige Beschäftigte in der Pflege sind betroffen. Ihre Arbeit wurde während des Lockdowns besonders gelobt.

Foto: Mohssen Assanimoghaddam/dpa

Der Norden

Verhandlungen: Erzieherinnen und Co wollen mehr Geld

Von nord24
1. September 2020 // 12:31

Gewerkschaften und Arbeitgeber verhandeln ab heute über das Einkommen der rund 2,5 Millionen Beschäftigten des öffentlichen Dienstes von Bund und Kommunen.

Viel Lob

Vor dem Start der Tarifrunde zeigen sich die Gewerkschaften kämpferisch. Die Beschäftigten leisteten während der Corona-Pandemie Hervorragendes, sagte der Vorsitzende des Beamtenbunds dbb, Ulrich Silberbach. Nach all dem öffentlichen Lob unter anderem für die Mitarbeiter des Gesundheitswesens verdienten die Beschäftigten nun „spürbare materielle Anerkennung“.

2,5 Millionen Beschäftigte

Die Verhandlungen für rund 2,5 Millionen Beschäftigte des öffentlichen Dienstes von Bund und Kommunen sollen am Nachmittag in Potsdam beginnen. Betroffen sind unter anderem Kita-Erzieherinnen und -Erzieher, Müllwerker, Busfahrer oder auch Flughafen-Mitarbeiter.

Kommunen: „Völlig überzogen“

Sie sollen nach dem Willen der Gewerkschaften 4,8 Prozent mehr Lohn bekommen. Kleine Einkommen sollen um mindestens 150 Euro steigen. Die Forderungen hatten Verdi und der dbb in der vergangenen Woche beschlossen. Die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) weist die Forderungen als „völlig überzogen“ zurück. Der Wirtschaftseinbruch - so die Arbeitgeber - habe sich auch in leeren Kassen bei den Kommunen niedergeschlagen. Verdi-Chef Frank Werneke machte bereits deutlich, die Arbeitnehmer seien auch in Corona-Zeiten notfalls streikbereit.

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