Gesichtsmasken können einen Schutz bieten - werden oftmals aber falsch angewendet. Das sagt zum Beispiel die Weltgesundheitsorganisation (WHO).

Gesichtsmasken können einen Schutz bieten - werden oftmals aber falsch angewendet. Das sagt zum Beispiel die Weltgesundheitsorganisation (WHO).

Foto: Carsten Rehder/dpa (Symbolfoto)

Der Norden

Virologe Streeck: Mund-Nase-Schutz kann Nährboden für Bakterien sein

Von nord24
10. Juni 2020 // 09:29

Der Bonner Virologe Hendrik Streeck sieht den Einsatz von Atemmasken im Alltag wegen der oft falschen Anwendung skeptisch. „Die Leute knüllen die Masken in die Hosentasche, fassen sie ständig an und schnallen sie sich zwei Wochen lang immer wieder vor den Mund, wahrscheinlich ungewaschen“, sagte Streeck der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ). „Das ist ein wunderbarer Nährboden für Bakterien und Pilze“, so der Direktor des Instituts für Virologie der Universitätsklinik Bonn.

WHO bleibt eher skeptisch

Auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sieht das allgemeine Tragen von einfachem Mund- und Nasenschutz in der Öffentlichkeit weiter skeptisch. Die Organisation warnte erneut, dass solche Masken das Risiko einer Ansteckung auch erhöhen können. Etwa, wenn die Masken oft angefasst oder zeitweise nach unten ans Kinn und dann wieder über Mund und Nase gezogen würden. Außerdem könne ein falsches Sicherheitsgefühl die Träger veranlassen, weniger oft die Hände zu waschen oder weniger Abstand zu halten. (dpa)

Unser Digital-Magazin
Norderlesen Digital-Magazin
Verschenken & selbst genießen
Hein! Dein Norden

Wie schlägt sich Werder Bremen im ersten Relegationsspiel gegen den 1. FC Heidenheim?

473 abgegebene Stimmen
Folge nord24 via Messenger
Folge den Pinguins via Messenger