Winter in Ostfriesland

Eisglatt spiegelt der Bahnsteig des Bahnhofs in Emden. Auch einen Tag nach dem Wintereinbruch sorgt das kalte Wetter in Ostfriesland noch für Behinderungen.

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Der Norden

Winter bremst Intercity-Zug aus

Von nord24
4. Januar 2016 // 13:45

Winter in Norddeutschland: Frost, Schnee und Eis haben die Pläne vieler Zugreisender und Autofahrer durchkreuzt. Hunderte Zugpassagiere mussten in Norddeich die Nacht im beheizten Zug oder in der Halle einer Fährgesellschaft verbringen. Vereiste Oberleitungen hatten zuvor einen Intercity nach Köln am Sonntag gestoppt.

Winter sorgt für 22 Stunden Verspätung

Erst am Montagmorgen gegen 9.30 Uhr konnte der Zug seine Fahrt mit 22 Stunden Verspätung fortsetzen. Wegen einer Weichenstörung musste der Zug dann in Emden erneut kurzzeitig erneut stoppen. Die Fahrgäste waren nachts von Helfern der Deutschen Bahn (DB) und des Deutschen Roten Kreuzes mit Getränken und Mahlzeiten versorgt worden.

Zwangspause schlägt auf Stimmung im Zug

Die Panne in Emden konnte nach DB-Angaben nach zehn Minuten behoben werden. Dennoch schlug die weitere Zwangspause auf die Stimmung im Zug. Fahrgast Maximilian Mühlens berichtete: "Hier ist es spiegelglatt. Aber in Russland fahren die Züge ja auch. Warum das bei der Bahn nicht klappt, ist mir ein Rätsel."

Deutsche Bahn gibt keine Informationen

An Bord des IC 2203 waren Mühlens zufolge 600 Passagiere, darunter 30 Kinder. "Von der Bahn kamen leider keine Infos, ob man zum Beispiel ein Hotelzimmer nehmen oder wie es weitergehen kann", sagte Thorsten Schatz (CDU). Der Berliner Lokalpolitiker war nach eigenen Worten ebenfalls im Zug.

Vereiste Weiche stoppt IC nach Emden

Ein anderer IC von Köln nach Emden, der am Sonntag einen Kilometer vorm Bahnhof Emden vermutlich wegen einer vereisten Weiche liegen geblieben war, wurde geräumt. "Die Passagiere sind die kurze Strecke bis nach Emden zu Fuß gegangen", sagte ein DB-Sprecher.

Viele Unfälle bei spiegelglatten Straßen

Spiegelglatte Straßen überraschten auch viele Autofahrer. In Niedersachsen und im Land Bremen gab es binnen 24 Stunden mehr als 300 Unfälle. Allein die Polizeidirektion Oldenburg meldete am Montag in einer ersten Bilanz 183 Unfälle. Bei 16 davon wurden Menschen verletzt. "Es hätte noch schlimmer kommen können", sagte ein Polizeisprecher dennoch.

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