Krankenschwestern arbeiten auf einer Station in der Asklepios Klinik, in der unter anderem positiv getestete Corona-Patienten in isolierten Intensivbett-Zimmern versorgt werden. 

Die Ärzteverbände erhoffen sich ein Signal vom nächsten Treffen der Gesundheitsminister in dieser Woche. In der Debatte über Lauterbachs Reformvorschläge "droht die aktuelle Not der Kliniken in den Hintergrund zu geraten", befürchten sie.

Foto: Kneffel/dpa

Der Norden

Ärzteorganisationen warnen vor Insolvenzen bei Kliniken

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Von nord24
2. Januar 2023 // 21:20

Ärzteorganisationen fordern in einem Brandbrief an Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) eine neue Finanzspritze für Krankenhäuser.

„Explodierende Kosten und Personalmangel“

Der Brief ist auch an Lauterbachs Länderkollegen gerichtet. "Die Insolvenzgefahr für viele Kliniken steigt bei explodierenden Kosten, Personalmangel und dadurch reduzierten Fallzahlen", heißt es in dem Schreiben des Marburger Bundes und des Verbandes leitender Krankenhausärzte, das der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Montag, 2.1.23) vorliegt.

Kliniksterben abwenden

Die von Lauterbach geplante Reform der Krankenhauslandschaft werde nur gelingen, wenn in der Zwischenzeit ein Kliniksterben abgewendet werde. "Deshalb ist eine Wiederaufnahme der finanziellen Stabilisierungsmaßnahmen der Kliniken durch Bund, Länder und Krankenkassen das Gebot der Stunde."

Warnung vor neuen bürokratischen Belastungen

Die aktuelle Krise in den Kinderkliniken zeige, wozu dauerhafte Unterfinanzierung führe. Für die Arbeit an der Krankenhausreform sagen die Verbände Lauterbach ihre Unterstützung zu. Zugleich warnen sie aber vor neuen bürokratischen Belastungen. (dpa)

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