Eine Pflegekraft fährt ein Untersuchungsgerät über eine Station. 

Die Bundesregierung verfehle ihr Ziel, mit einer Sonderzahlung von einer Milliarde Euro die besondere Belastung der Arbeit mit Covid-Patientinnen und-Patienten zu honorieren, stellte der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) fest.

Foto: Puchner/dpa

Der Norden

Auszahlung der Corona-Prämien sorgt für Unmut bei Pflegekräften

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Von nord24
7. Dezember 2022 // 21:20

Die Corona-Prämien für Pflegekräfte sollten eigentlich die besonderen Leistungen dieser Berufsgruppe in der Pandemie belohnen. Pflegekräfte sind skeptisch.

Kritik: Willkür und Ungerechtigkeiten

Nach den schlechten Erfahrungen mit dem Corona-Bonus im ersten Pandemie-Jahr 2020 beklagen die Pflegekräfte bei der aktuellen Verteilung der Corona-Prämien für das Jahr 2021 Willkür und Ungerechtigkeiten.

Ärger über ungerechte Verteilung

"Der Corona-Bonus erweist sich als intransparent, willkürlich und Belegschaften spaltend", kritisierte der Pflegeverband. Die Kolleginnen und Kollegen erlebten in den Betrieben eine ungerechte Verteilung des Lohnzuschlags, wie "die vielen Rückmeldungen" zeigten.

Krankenpflegehelferinnen bekommen nichts

So stoße etwa auf Unverständnis, dass Krankenpflegehelferinnen im Unterschied zu ihren examinierten Kolleginnen keinen Bonus bekommen. Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe Nordwest in Hannover berichtet von einem anderen Beispiel: "Eine Krankenschwester aus der Notaufnahme wird wegen Personalmangels regelmäßig in die Akutstation beordert und hat dadurch mehr als 185 Tage auf einer bettenführenden Station gearbeitet. Laut Stellenplan gehört sie aber zur Notaufnahme und bekommt deswegen keinen Bonus." (epd)

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