Die Firma CPR aus dem niedersächsischen Sarstedt war nach dem Ausbruch des Ukraine-Krieges und den damit verbundenen Sanktionen gegen Russland in Schwierigkeiten geraten und hatte im Frühjahr einen entsprechenden Antrag gestellt.

Die Firma CPR aus dem niedersächsischen Sarstedt war nach dem Ausbruch des Ukraine-Krieges und den damit verbundenen Sanktionen gegen Russland in Schwierigkeiten geraten und hatte im Frühjahr einen entsprechenden Antrag gestellt.

Foto: Oliver Berg/dpa

Der Norden
Wirtschaft

Deutscher Kondomhersteller ist wegen Ukraine-Krieg insolvent

Von Nordsee-Zeitung (dpa)
28. Juni 2022 // 16:35

Kondomhersteller CPR, einer der größten Hersteller Europas, aus dem niedersächsischen Sarstedt meldet Insolvenz an. Der Ukraine-Krieg soll schuld sein.

Kondomhersteller gerät nach Kriegsausbruch in Schwierigkeiten


Bei einem der größten Kondomhersteller, der CPR GmbH, läuft jetzt das Insolvenzverfahren. Die Firma aus dem niedersächsischen Sarstedt war nach dem Ausbruch des Ukraine-Krieges und den damit verbundenen Sanktionen gegen Russland in Schwierigkeiten geraten und hatte im Frühjahr einen entsprechenden Antrag gestellt.


Laut einem NDR-Bericht macht das Russland-Geschäft des Herstellers etwa 25 Prozent des CPR-Umsatzes aus. Die russischen Abnehmer der Ware wären auch bereit gewesen, diese zu bezahlen - aber nur in Rubel. Diese wollte die Bank aber nicht in Euro tauschen. Dadurch seie das Familienunternehmen in die Insolvenz gerutscht.

200 Millionen Kondome jährlich

CPR exportiert in verschiedene Länder. Nach eigenen Angaben von Mitte 2020 fertigte CPR bis zu 200 Millionen Präservative jährlich. Davon blieben zuletzt nur etwa 15 Prozent in Deutschland, auch als Eigenmarken von Einzelhändlern.

Hamsterkäufe während der Pandemie

In Frankreich soll es während der Corona-Lockdowns Kondom-Hamsterkäufe gegeben haben - in der Bundesrepublik kam es nach Einschätzung von CPR-Chef Michael Kesselring zu Beginn der Pandemie ebenso dazu.

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