Zeitungsausträger Dieter Renken aus Nordenham hat am Wochenende einem Mann das Leben gerettet.

Zeitungsausträger Dieter Renken aus Nordenham hat am Wochenende einem Mann das Leben gerettet.

Foto: privat

Der Norden

Dieser Rentner aus Nordenham hat einem Mann das Leben gerettet - und erfährt es aus der Zeitung

Von nord24
17. Januar 2017 // 07:00

Ein Zeitungsausträger aus Nordenham hat am Wochenende einem Leser das Leben gerettet. Nun will er ihn im Krankenhaus besuchen. 

Zeitung seit Tagen im Briefkasten

In der Nacht zu Sonnabend war Zeitungsausträger Dieter Renken auf seiner nächtlichen Tour gegen 3.30 Uhr aufgefallen, dass der Mann seit drei Tagen seine Zeitung nicht mehr aus dem Postkasten geholt hatte. „Eine Scheibe war schon länger eingeschlagen, und vor der Tür hing die Kette. Ich habe ihn quasi vor meinen Augen auf dem Boden liegen sehen und gespürt, dass etwas passiert war.“

Polizeistreife kommt vorbei

Der Streifenwagen der Polizei sei dann eher zufällig an dem Haus in Nordenham vorbeigekommen. „Ich habe die Beamten angehalten und ihnen von dem Vorfall berichtet“, berichtet Dieter Renken.

Großaufgebot im Einsatz

Im Anschluss hat der Rentner weiter seinen Dienst verrichtet und erst durch die Zeitung erfahren, dass am Sonnabendmorgen durch ein Großaufgebot von Polizei und Feuerwehr eine Rettungsaktion stattgefunden hat. In der Wohnung ist der 60-Jährige dabei auf dem Boden gefunden worden, wo er mit einer Beinverletzung rund drei Tage hilflos gelegen hatte.

Mann wäre beinahe gestorben

Bei der Polizei lobte man ausdrücklich die Geistesgegenwart von Dieter Renken, denn viel länger hätte der Mann wohl nicht mehr überlebt. „Vor vier Jahren habe ich in einer ähnlichen Situation schon einmal bei der Polizei angerufen. Damals wurde die Person nur noch tot im Bett gefunden“, sagt er.

Besuch im Krankenhaus

Schon seit 28 Jahren ist Dieter Renken Nacht für Nacht für die Kreiszeitung Wesermarsch tätig. „Angst habe ich keine, aber düstere Krimis darf ich vor der Schicht nicht schauen“, gibt er zu. Nun hat er fest vor, den Mann, der ihm das Leben zu verdanken hat, im Krankenhaus zu besuchen. ,,Wir kennen uns ja, und ich denke, dass er sich freut, wenn wir uns unter diesen erfreulichen Umständen wiedersehen.“

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