Eine Frau steht am Rande eines Feldes und blickt in die Ferne.

Die Einsiedlerin Maria-Anna Leenen blickt auf ein Feld. Die eremtische Lebensform ist eine uralte christliche Lebensform, die als Vorgängerin des Mönchstums gilt. In Deutschland gibt es rund 80 katholische Gläubige, die diese Lebensform für sich entdeckt haben.

Foto: Gentsch/dpa

Der Norden

Einsiedlerin feiert Weihnachten allein in der Stille

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Von nord24
22. Dezember 2022 // 06:40

So wie sie das ganze Jahr über lebt, feiert die Eremitin Maria Anna Leenen seit 30 Jahren auch das Weihnachtsfest: allein.

"Ich bin heilfroh“

Ihr Zuhause ist ein abgelegenes Bauernhaus nördlich von Osnabrück. Sie sei glücklich, wenn sie in Ruhe und Frieden in ihrer Kapelle beten könne, sagt die 66-Jährige. "Ich bin heilfroh, dass ich so etwas wie Besuche, Geschenke-Austausch und gemeinsames Kaffeetrinken nicht brauche."

Lebenspartner ist Jesus

Weihnachten feiert Leenen "die Geburt des Retters der Welt - und meines Lebenspartners: Jesus". Sie versuche, tief in dieses Weihnachtsgeheimnis einzutauchen. Vor 30 Jahren habe sie noch Weihnachtslieder gesungen und bestimmte Menschen angerufen. "Mittlerweile ist vermehrt Stille eingekehrt. Ich singe kaum noch. Es wird immer stiller und ich genieße das sehr."

Mitbewohner sind Ziegen und Katzen

Sie fühle sich zudem gar nicht allein gelassen, sondern empfinde die Gegenwart Gottes im Lesen, Meditieren und Beten, erzählte die Eremitin. An den Festtagen besucht die Eremitin Gottesdienste. Sie kümmert sich um ihre einzigen Mitbewohner - Ziegen, Katzen und einen Hund. (epd)

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