Erzieher beim Streik.

Erzieher beteiligen sich während der Kundgebung der Gewerkschaft Verdi im Tarifstreit der kommunalen Sozial- und Erziehungsdienste mit Protestaktionen. Am Mittwoch wurde sich auf zusätzliche Leistungen für die Erzieher geeinigt.

Foto: picture alliance/dpa

Der Norden

Erzieherinnen fehlen: Kommunen befürchten Ende von Vollzeitbetreuung

Von dpa
23. Mai 2022 // 16:27

Nach der Tarifeinigung für kommunale Kitas warnt der Niedersächsische Städte- und Gemeindebund vor den Folgen des Mangels an Erzieherinnen und Erziehern.

Praxisnah ausgebildete Kräfte sind wichtig

Seit langem fordere der Niedersächsische Städte- und Gemeindebund (NSGB) die Einrichtung einer einheitlichen dualen dreijährigen Erzieherinnen-Ausbildung mit Bezahlung durch die Kommunen, sagte NSGB-Präsident Marco Trips am Montag in Hannover. «Wir wären jetzt schon weiter, wenn nicht seit zehn Jahren die Fachverbände ein zu niedriges Qualitätsniveau befürchten würden», kritisierte Trips. Notwendig sei keine Akademisierung der Kinderbetreuung, sondern «praxisnah und kompakt ausgebildete Kräfte, die nach drei Jahren in der Lage sind, eine Kita-Gruppe zu leiten». Weil Fachkräfte fehlten, hätten einige Kommunen schon die Betreuungszeiten einschränken müssen.

Einigung im Tarifstreit

Im Tarifstreit der kommunalen Sozial- und Erziehungsdienste hatten sich die Gewerkschaft Verdi und der Beamtenbund dbb am Mittwoch mit den kommunalen Arbeitgebern auf zusätzliche Entlastungstage sowie monatliche Zulagen für die rund 330 000 Beschäftigten geeinigt. (dpa/dm)

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