Eine Teilnehmerin einer Demonstration zum Internationalen Frauentag trägt ein Plakat mit der Aufschrift "Das Patriarchat geht mir auf die Eierstöcke".

Seit genau 100 Jahren wird an jedem 8. März weltweit für Frauenrechte, für Gleichberechtigung und Emanzipation demonstriert.

Foto: picture alliance/dpa

Der Norden

Internationaler Frauentag: DGB fordert Feiertag am 8. März

7. März 2022 // 09:47

Bisher gibt es den Frauentag nur in Berlin als gesetzlichen Feiertag. Der DGB will das jetzt ändern.

DGB fordert gesetzlichen Feiertag am Frauentag

Der Internationale Frauentag am 8. März soll nach Ansicht des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) auch in Niedersachsen ein gesetzlicher Feiertag werden. Die Sichtbarmachung der Benachteiligung von Frauen durch einen solchen Feiertag sei überfällig, teilte der DGB der Deutschen Presse-Agentur in Hannover mit. Bisher ist Berlin das einzige Bundesland, in dem der 8. März ein Feiertag ist.

Mangel an sozialer Absicherung

„Niedersachsen hat bei der Gleichstellung von Frauen und Männern noch viel Luft nach oben“, sagte Sophia Michaelis, die beim DGB-Bezirk für Frauen- und Gleichstellungspolitik zuständig ist. „Viele Frauen arbeiten in prekären und schlecht bezahlten Minijobs und unfreiwilliger Teilzeit.“ Das führe sowohl im Erwerbsleben als auch im Alter zu einem Mangel an sozialer Absicherung und finanzieller Unabhängigkeit.

Gender Pay Gap geht leicht zurück

Die Lohnlücke zwischen Männern und Frauen, der sogenannte Gender Pay Gap, ging in Niedersachsen zuletzt laut Michaelis von 21 Prozent im Jahr 2020 auf 19 Prozent im Jahr 2021 zurück. Allerdings sei das vor allem auf ein sinkendes Einkommen der Männer in der Corona-Pandemie und weniger auf eine fortschreitende Gleichstellung zurückzuführen. (dpa)

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