Ein kleines Wildschwein läuft zwischen zwei braunen Kühen auf einer Weide an dem Fluss Weser.

Wildschwein Frida läuft zwischen zwei Kühen auf einer Weide an der Weser im Landkreis Holzminden. Der Frischling hat sich vor einigen Wochen einer Herde Rotes Höhenvieh vom Biohof Familie Stapel in Grave bei Brevörde angeschlossen.

Foto: Stratenschulte/dpa

Der Norden

Kuhherde bei Holzminden zieht junges Wildschwein auf

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Von nord24
29. September 2022 // 18:40

Eine Kuhherde im Kreis Holzminden ist seit Kurzem um ein ungewöhnliches Mitglied reicher: Wildschwein-Frischling Frida hat sich den Kühen angeschlossen.

Beim Füttern entdeckt

Vor etwa drei Wochen habe er das kleine Schweinchen beim morgendlichen Füttern entdeckt, sagte Landwirt Friedrich Stapel. "Mit einmal habe ich gesehen: Da hinten läuft doch etwas Kleines hinterher." Inzwischen sei das Jungtier eine echte Attraktion in der Gemeinde Brevörde.

Jäger soll Tier nicht abschießen

Wildschwein Frida, die ihren Namen von Kindern aus dem Ort bekommen hat, sei bereits richtig in die Herde integriert, sagte Stapel. Eine Kuh kümmere sich besonders fürsorglich um das Jungtier. Der örtliche Jäger sei bereits informiert, das Tier nicht abzuschießen. Als Bauer wisse er zwar, dass Wildschweine großen Schaden anrichten könnten, so der 66-Jährige. "Aber das ist ja eine ganz andere Nummer - also wer da nicht weich wird, ist selber schuld."

Anschluss zu Artgenossen verloren

Derzeit grast Frida zusammen mit den Kühen auf einer Wiese in der Nähe eines Wanderweges an der Weser. Sie habe wohl den Anschluss zu ihren Artgenossen verloren, als die den Fluss durchquerten, vermutet der Bauer. Spaziergänger seien ganz begeistert von dem kleinen Tier. Im Winter komme das Wildschweinchen dann vermutlich mit den Mutterkühen in den Stall. Stapel meint: "Es jetzt alleine zu lassen, wäre ja auch unfair." (dpa)

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