Ein Schild mit der Aufschrift "Giftinformationszentrum-Nord der Länder Bremen, Hamburg, Niedersachsen, Schleswig-Holstein" steht vor Containern der Einrichtung.

Das Giftinformationszentrum-Nord berät bei Vergiftungen oder Verdacht auf Vergiftungen.

Foto: picture alliance/dpa

Der Norden

Mehr Vergiftungen mit vermeintlichem Corona-Heilmittel Chlordioxid

Autor
Von nord24
11. Mai 2022 // 09:20

Die Zahl der Notrufe wegen Vergiftungen mit dem vermeintlichen Corona-Heilmittel Chlordioxid hat seit Pandemie-Beginn stark zugenommen.

Mehr unvernünftige Leute

Gab es im Jahr 2019 sieben Notrufe, seien es im vergangenen Jahr 50 gewesen, berichtete der NDR am Mittwoch unter Berufung auf das Giftinformationszentrums Nord in Göttingen. Allein in diesem Jahr seien bereits 24 Notrufe im Zusammenhang mit Chlordioxid eingegangen. Das Giftinformationszentrum Nord erfasst Notrufe für Niedersachsen, Bremen, Hamburg und Schleswig-Holstein.

Kinder in Gefahr

Das als Desinfektionsmittel genutzte Chlordioxid gelte in der «Querdenker-Szene als vermeintliches Heilmittel gegen Krankheiten wie Krebs, Autismus oder Corona, hieß es in dem Bericht. In einigen Fällen gäben auch Eltern ihren Kindern die Substanz, hieß es. Davor warnte der Bremer Toxikologe Bernd Mühlbauer: «Chlordioxid ist eine toxische Substanz. Das kann Schleimhäute auflösen.» Die Substanz habe im und am Körper nichts zu suchen. Er befürchte eine hohe Dunkelziffer, sagte Mühlbauer. (dpa)

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