Die Polizei hat am Badeort Schillig auf ungewöhnliche Weise britische Granaten aus dem Meer geborgen.

Die Polizei hat am Badeort Schillig auf ungewöhnliche Weise britische Granaten aus dem Meer geborgen.

Foto: --/Polizeiinspektion Wilhelmshaven/Friesland/dpa

Der Norden

Munition im Watt: Polizei tauscht Abzeichen gegen Kindereimer

Von Lili Maffiotte
19. August 2018 // 17:48

Tausche Sandeimer gegen Polizeiabzeichen - ein kleines Mädchen ist an der niedersächsischen Nordseeküste zum Helfer der Polizei geworden. Sie überließ den Polizisten einen ihrer drei Eimer, bekam dafür von den Beamten ein Abzeichen mit dem Schriftzug "Polizei" und machte so die Bergung von Kriegsmunition möglich.

Munition gefunden

Die ungewöhnliche Geschichte begann am Sonntagvormittag, als ein Mann im Wattenmeer vor Schillig (Landkreis Friesland) zwei Munitionsteile fand. Er machte Fotos und mailte die Aufnahmen der Polizei. Die informierte den Kampfmittelbeseitigungsdienst.

Zünder mitnehmen

Die Experten gaben schnell Entwarnung. Von den Zündern britischer Granaten aus dem Zweiten Weltkrieg gehe keine Gefahr aus, die Polizisten könnten die Zünder einfach mitnehmen.

Tausch mit Kind

Und so kam das Mädchen ins Spiel: Weil die Polizisten kein passendes Gefäß bei sich hatten, ergab sich der Tausch mit dem spielenden Kind. Die Zünder kamen schnell in den mit Sand gefüllten Eimer und zur Polizei nach Jever, wo Experten zur Kampfmittelbeseitigung schon darauf warteten.

Klettverschluss macht es möglich

Die Uniform der Beamten nahm dabei übrigens keinen Schaden: Das Abzeichen, auf dem auch das Niedersachsenross abgebildet ist, ist mit einem Klettverschluss daran befestigt.

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