Auf einem mit einem Weihnachtsbaum geschmückten Gefängnisflur schließt ein Justizvollzugsbeamter eine Zellentür ab.

Rechtzeitig zu Weihnachten zeigt sich die Justiz gnädig und entlässt Häftlinge vorzeitig aus dem Gefängnis. Diesen Gnadenerlass gibt es in Niedersachsen seit 1999.

Foto: picture alliance/dpa

Der Norden

Niedersachsen: 46 Häftlinge zu Weihnachten vorzeitig entlassen

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Von nord24
9. Dezember 2022 // 12:15

Kurz vor Weihnachten sind 46 Gefangene vorzeitig aus Haftanstalten in Niedersachsen entlassen worden.

Traditioneller Gnadenerlass

39 Männer und sieben Frauen kamen in den Genuss des traditionellen Gnadenerlasses vor dem Fest, wie das Justizministerium in Hannover am Freitag mitteilte. Die Betroffenen wären regulär in der Zeit zwischen Anfang Dezember und Anfang Januar entlassen worden. Durchschnittlich kamen sie durch die Gnadenentscheidungen 18 Tage früher aus der Haft.

Beitrag zur Resozialisierung

"Zum Weihnachtsfest wollen wir gerne einigen Gefangenen das Zusammensein mit der Familie ermöglichen, wenn die reguläre Haftentlassung ohnehin einige Tage später ansteht", sagte Justizministerin Kathrin Wahlmann (SPD). Die Entlassung ab Anfang Dezember mache es auch möglich, wichtige Behördengänge noch vor Jahresende zu erledigen; dies trage zur Resozialisierung bei.

Weihnachtsgnade seit 1999

Die sogenannte Weihnachtsgnade gibt es in Niedersachsen seit 1999. Wie jedes Jahr zogen auch diesmal einige Gefangene vor, über das Fest noch in Haft zu bleiben. Ein Mann und eine Frau hätten auf die Entlassung verzichtet, hieß es. (dpa)

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