Ein Mitarbeiter knetet Brotteig.

Viele kleine Bäckereien liegen trotz hohen Gasbedarfs unter der nötigen Mindestmenge, ab der die Gaspreisbremse überhaupt greift.

Foto: picture alliance/dpa

Der Norden

Niedersachsen: Bäcker fordern Energiehilfen für kleine Betriebe

Autor
Von nord24
16. November 2022 // 19:00

Das niedersächsische Bäckerhandwerk verlangt von der Politik, kleine Betriebe bei Energiepreishilfen gleichberechtigt mit Industriebäckereien zu behandeln.

Nachbesserungen verlangt

"Alle müssen Unterstützung bekommen", sagte Caterina Künne vom Betrieb Herzensbäcker Künne am Mittwoch in Hannover. Dort übergaben die Handwerksbäcker ein entsprechendes Papier an Wirtschaftsminister Olaf Lies (SPD). Sie verlangten etwa Nachbesserungen bei den Regeln zur Gaspreisbremse. Diese seien bisher noch so gestaltet, dass viele Bäckereien trotz hohen Gasbedarfs unter der nötigen Mindestmenge lägen, ab der die Bremse überhaupt greifen könne.

Mit dem Rücken zur Wand

Die Bäcker hatten bereits im September bei Kundgebungen in mehreren Bundesländern auf ihre schwierige Lage aufmerksam gemacht. Vor allem für das Heizen der Öfen, aber auch für das Kühlen von Zutaten und Lebensmitteln brauchen sie viel Energie, die sich seit dem Beginn des Ukraine-Kriegs drastisch verteuert hat. Insbesondere kleine Handwerksunternehmen stehen finanziell mit dem Rücken zur Wand.

Unterscheidung nicht sinnvoll

"Die Unterscheidung zwischen Handwerks- und Industriebäckern ist nicht sinnvoll", sagte Jan Loleit von der Bäcker- und Konditorenvereinigung Nord. Auch bei der Strompreisbremse dürften kleine Betriebe nicht benachteiligt werden. Zudem seien Vorgaben, welche Zählerstände wo heranzuziehen sind, oft nicht nachvollziehbar. Bund und Länder müssten Härtefall-Regelungen für gefährdete Betriebe konkretisieren, so der Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks.

Immer informiert via Messenger
Black Friday, Cyber Monday und Co. – nutzt ihr solche Aktionstage?
479 abgegebene Stimmen
Folge den Pinguins via Messenger