Schatten von Händen einer erwachsenen Person und dem Kopf eines Kindes an einer Wand eines Zimmers.

Der niedersächsische Kinderschutzbund mahnt eine größere Anzahl an Beratungsstellen an, vor allem auf dem Land.

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Der Norden

Niedersachsen: Kinderschutzbund fordert mehr Beratungsstellen

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Von nord24
18. Januar 2023 // 10:08

Nach dem Tod eines Vierjährigen in Barsinghausen hat sich der niedersächsische Kinderschutzbund für leicht erreichbare Beratungsstellen stark gemacht.

Ländliche Raum schlecht aufgestellt

Vor allem der ländliche Raum sei schlechter aufgestellt, auch um die größeren Städte herum fehlten Beratungsstellen, sagte die Geschäftsführerin des Kinderschutzbundes Niedersachsen, Antje Möllmann.

Verbindliche Regelungen angemahnt

Landesweit gebe es rund 20 vom Land geförderte Beratungsstellen sowie fünf Kinderschutz-Zentren, dazu kämen kommunale Einrichtungen. Möllmann mahnte verbindliche Regelungen für ein niedersächsisches Kinderschutzgesetz an, es müsse eine entsprechend der Bevölkerung angemessene Zahl von leicht erreichbaren und guten Angeboten geben - und Ansprechpartner.

Bessere Finanzierung

Dazu sei auch eine bessere Finanzierung und damit auch personelle Ausstattung der Beratungsstellen notwendig. Auch gehe es darum, Kinder und Jugendliche etwa über Social Media selber zu erreichen: "Da können wir noch besser werden."

Dem Gewaltkreislauf entkommen

Beratungsstellen leichter erreichen zu können, sei wichtig, damit sich Betroffene Hilfe suchten, um dem Gewaltkreislauf zu entkommen, erklärte Möllmann. Außerdem sollten Hinweise etwa zu möglichen Fällen von Gewalt gegen Kinder aus der Verwandtschaft oder Nachbarschaft entgegengenommen werden. Darüber hinaus müssten die Angebote bekannter werden - auch um die Scham zu senken, sich an Beratungsstellen zu wenden. (dpa)

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