Intensivpflegerinnen sind in Schutzkleidungen auf der Intensivstation einer Klinik beschäftigt

Hintergrund ist eine Preissteigerung auf durchschnittlich knapp 4.000 Euro pro Behandlung. Die Niedersächsische Krankenhausgesellschaft (NKG) ist jedoch unzufrieden mit der Vereinbarung.

Foto: Michael/dpa

Der Norden

Niedersachsen: Krankenhäuser erhalten mehr Geld von den Kassen

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Von nord24
5. Januar 2023 // 20:00

Die niedersächsischen Krankenhäuser sollen in diesem Jahr mehr Geld von den Krankenkassen für ihre Behandlungen erhalten.

Behandlung ist teurer geworden

Insgesamt bekämen die 168 Krankenhäuser mehr als 5,5 Milliarden Euro für ihre Behandlungen und damit knapp 234 Millionen Euro mehr als im Vorjahr, wie der Verband der Ersatzkassen (VDEK) am Donnerstag mitteilte. Hintergrund sei eine Preissteigerung auf durchschnittlich knapp 4.000 Euro pro Behandlung. Die Erhöhung wurde vom Gesundheitsministerium genehmigt, nachdem sich Kassen und Krankenhäuser verständigt hatten.

Unzufrieden mit Einigung

Die Niedersächsische Krankenhausgesellschaft (NKG) ist jedoch unzufrieden mit der Einigung: "Die vereinbarten Erlössteigerungen für die Krankenhäuser reichen bei weitem nicht aus", sagte Verbandsdirektor Helge Engelke. "Tatsächlich werden damit weder die Defizite des Jahres 2022 noch die zu erwartenden Kostensteigerungen des Jahres 2023 aufgefangen." Engelke forderte eine Anhebung des Preisdeckels zum Ausgleich der Inflationslasten. "Sonst kann eine auskömmliche Finanzierung der Krankenhäuser nicht mehr sichergestellt werden."

Hilfspaket der Bundesregierung

Hanno Kummer, Leiter der Landesvertretung des VDEK, erklärte dagegen: "Das deutliche Plus gibt den Krankenhäusern gerade in diesen Zeiten eine gute Planungssicherheit." Die niedersächsischen Kliniken werden auch durch ein von der Bundesregierung beschlossenes Hilfspaket mit rund 800 Millionen Euro aus dem Wirtschaftsstabilisierungsfonds unterstützt. (dpa)

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