Feuerwehrmänner löschen an der Sonnenallee einen Reisebus, der von Unbekannten angezündet worden war. 

Feuerwehrmänner löschen an der Sonnenallee in Berlin einen Reisebus, der von Unbekannten angezündet worden war.

Foto: Zinken/dpa

Der Norden

Silvester-Gewalt: Versicherer der Feuerwehrkräfte sind alarmiert

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Von nord24
4. Januar 2023 // 08:00

Gewaltexzesse wie an Silvester dürfen sich nicht wiederholen, betont der Spitzenverband der Versicherer von Feuerwehrleuten und Rettungskräften.

„Berlin keine Ausnahme“

Der Verband sieht hierbei vor allem Politiker in der Verantwortung. „Die Ausschreitungen in Berlin waren extrem. Die Hauptstadt ist damit jedoch keine Ausnahme", sagte der Hauptgeschäftsführer der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV), Stefan Hussy, am Dienstag (3.1.23). Kräfte der Feuerwehren und Hilfeleistungsorganisationen klagten bereits seit Jahren über zunehmende verbale und körperliche Gewalt bei Einsätzen.

„Umgang mit Böllern prüfen“

Jährlich erhalte die DGUV, bei deren Mitgliedern Angaben zufolge rund 1,5 Millionen mehrheitlich ehrenamtlich tätige Einsatzkräfte versichert sind, 20 bis 30 Unfallmeldungen aufgrund von Gewalt. Meldepflichtig seien allerdings nur Unfälle, die eine Arbeitsunfähigkeit von mehr als drei Tage oder noch schlimmere Folgen nach sich zögen, betonte Hussy. Er sagte: "In der Diskussion um Sicherheitskonzepte darf es keine Denkverbote geben - hierbei ist auch der Umgang mit Böllern zu prüfen."

Rettungskräfte mit Raketen beschossen

In der Silvesternacht waren in mehreren Städten Polizei- und Rettungskräfte bei ihrer Arbeit behindert sowie mit Böllern und Raketen beschossen worden. Besonders viele brutale Attacken erlebten Polizei und Feuerwehr in Berlin, wo mehr als 100 Menschen festgenommen wurden. (dpa)

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