20- und 50-Euroscheine

Viele Banken verlangen ab Guthaben von 50.000 Euro "Verwahrentgelte". Die Zeit für diese ungeliebten Strafzinsen aber scheint zu enden.

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Der Norden

Volksbank Bremerhaven-Cuxland kippt die ungeliebten Strafzinsen

23. Mai 2022 // 20:10

Die Front der Strafzinsen bröckelt: Die Volksbank Bremerhaven-Cuxland wird ab 1. Juni keine Verwahrentgelte mehr erheben.

Banken zahlen selber

Verwahrentgelte: So nennt die Bankenwelt das Paradoxon, dass sie seit einiger Zeit für höhere Einlagen Zinsen berechnet statt gewährt. Grund: Die Banken müssen selber bei der Europäischen Zentralbank Geld dafür bezahlen, wenn sie Geld dort parken.

Kein Millionärsthema

Von den weitergegebenen Entgelten betroffen sind bei weitem nicht nur Millionäre: Bei vielen Geldinstituten waren die Strafzinsen ab 50.000 Euro Guthaben fällig. Eine mittlere Erbschaft oder eine fällige Lebensversicherung: Viele ganz normale Leute kamen so in die Strafzins-Zone.

Die OLB ging voran

Eine Umfrage von nord24 ergab: Die Oldenburgische Landesbank (OLB) hat seit 1. April so hohe Freibeträge, dass dort kaum noch jemand Strafzins zahlt. Auf ihrem Girokonto XL sind sogar fünf Millionen Euro Guthaben möglich, ohne dass Entgelte anfallen.

Voba schafft alles ab

Die Volksbank Bremerhaven-Cuxland geht noch weiter und schafft alle Verwahrentgelte zum 1. Juni ab. Davon profitieren bemerkenswert viele Kunden: 3000 der rund 50.000 Privatkunden dieser Volksbank (das sind sechs Prozent) lagen mit ihren Guthaben bislang über den Freibeträgen, mussten also Geld für das Deponieren ihres Geldes bezahlen.

Was unsere Umfrage bei anderen Geldinstituten ergab und warum der 9. Juni für Menschen mit Guthaben relevant sein kann, lest Ihr auf NORD|ERLESEN.

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