Der Ex-Würzburger Ivan Elliott (rechts) legte in Würzburg 18 Punkte für die Eisbären auf. Foto Scheer

Der Ex-Würzburger Ivan Elliott (rechts) legte in Würzburg 18 Punkte für die Eisbären auf. Foto Scheer

Foto: Scheer

Eisbären Bremerhaven

Die Eisbären gehen auch in Würzburg leer aus

Von Dietmar Rose
15. April 2017 // 22:42

Die Basketball-Profis der Eisbären Bremerhaven haben auch das zweite Auswärtsspiel ihres österlichen Trips in den Süden verloren. Zwei Tage nach dem 78:81 bei den Riesen Ludwigsburg musste sich die Mannschaft von Trainer Sebastian Machowski bei den Baskets Würzburg mit 85:92 (37:46) geschlagen geben. Den Seestadt-Kobrjägern fehlte allerdings ein ganz wichtiger Akteur. 

Spielmacher Hulls fehlt den Eisbären

Bei den Seestädtern stand zwar Flügelspieler Fabian Bleck, der nach Würzburg nachgereist war, wieder im Kader, aber dafür mussten die Gäste auf Jordan Hulls verzichten. Der Spielmacher saß nur auf der Bank. Hulls hatte sich am Gründonnerstag bei der unglücklichen 78:81-Niederlage bei den Riesen Ludwigsburg verletzt, es besteht der Verdacht auf Gehirnerschütterung.

Wendt bekommt eine Chance in der Startformation

Für Hulls rückte Lars Wendt in die Startformation. Der 24-Jährige machte seine Sache im Spielaufbau ordentlich. Im ersten Viertel setzten die Bremerhavener immer wieder aus der Distanz Nadelstiche. Fünf ihrer acht Wurfversuche aus der Ferne rauschten durch den Würzburger Korb. Die vom ehemaligen National- und Bayern-Trainer Dirk Bauermann gecoachten Franken suchten dagegen häufig den Weg unter den Korb. Nach zehn Minuten lagen die Eisbären knapp mit 25:24 in Führung.

Würzburgs Verteidigung wird aggressiver

Mit einer deutlich aggressiveren Verteidigung kehrten die Würzburger zum zweiten Viertel aufs Parkett zurück. Das Bauermann-Team holte sich mit einem 7:0-Lauf die Führung (33:27, 13. Minute). Vor allem Brandan Lane war von den Eisbären nicht zu stoppen. Der Center der Unterfranken hatte nach 20 Minuten bereits 18 Punkte auf dem Konto. Da sich die Eisbären zu viele Ballverluste leistete, lagen sie zur Halbzeit mit 37:46 in Rückstand.

Die ersten Punkte für Diggs und Kamp

Nach dem Seitenwechsel kämpfte sich das Machowski-Team wieder näher heran. Das lag auch daran, dass einige Spieler offensiv ihre Zurückhaltung ablegten. So konnten Quincy Diggs und Harper Kamp kurz nach einander ihre ersten Punkte auflegen. Beim Stand von 51:48 für Würzburg bot sich den Gästen die Chance zum Ausgleich, aber der Dreier von Lars Wendt landete auf dem Ring. Nach dem dritten Viertel war noch alles offen, die Unterfranken hatten mit 67:61 die Nase vorne.

Machowski nimmt zwei Auszeiten innerhalb von 65 Sekunden

Der Schlussabschnitt begann für die Seestadt-Korbjäger schlecht. Da wurden überhastete Würfe genommen und zu viele Ballverluste fabriziert. Machowski versuchte gegenzusteuern und nahm zwei Auszeiten innerhalb von 65 Sekunden. Die waren auch notwendig, denn die Gastgeber konnten sich erstmals auf zehn Zähler absetzen (75:65, 33.). Die Eisbären verkürzten in der Schlussphase zwar noch einmal auf vier Punkte (87:83, 40.), doch die Baskets brachten den Sieg nach Hause. In dieser Phase behielt Würzburgs Spielmacher Jake Odum die Nerven. Beste Eisbären-Werfer waren Karvel Anderson und Ivan Elliott mit jeweils 18 Punkten.

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