Die Eisbären müssen nach 14 Jahren BBL in die zweite Liga

Foto: Gassner

Eisbären Bremerhaven
Sport

Die Eisbären müssen nach 14 Jahren BBL in die zweite Liga

Von Christian Heinig
12. Mai 2019 // 19:53

Was für ein Drama, was für ein brutale Nachricht für alle Fans der Eisbären Bremerhaven: Die Seestädter sind nach 14 Jahren aus der Basketball-Bundesliga abgestiegen. Die Mannschaft von Trainer Michael Mai verlor am Sonntag am letzten Spieltag nach einem Herzschlagfinale mit 87:90 beim Mitteldeutschen BC und rutschte so auf einen Abstiegsplatz. Der Ärger um die verweigerte Lizenz für die neue BBL-Saison ist damit hinfällig.

Keine Schützenhilfe durch Oldenburg

Die Eisbären hätten zwar auch bei einer Niederlage die Klasse halten können, doch die dazu nötige Schützenhilfe von den EWE Baskets Oldenburg blieb aus. Der Hauptrundenzweite verlor nach einer blamablen Vorstellung im Parallelspiel beim Vorletzten Merlins Crailsheim (87:99) und trug damit seinen Teil dazu bei, dass die Eisbären nun nur noch zweitklassig sind. Jubel dagegen bei Crailsheim. Der Aufsteiger bleibt in der BBL.

Darnell Jackson muss passen

Schon vor dem Showdown in Weißenfels hatte es aus Eisbären-Sicht eine schlechte Nachricht gegeben: Center Darnell Jackson hatte sich eine Oberschenkel-Blessur zugezogen und konnte nicht eingreifen. Für ihn rückte Shooting Guard Durrell Summers in den Kader.

Ausgeglichene erste Hälfte

Die Eisbären erwischten beim MBC zunächst einen guten Start. Spielmacher Chris Warren besorgte mit einem schönen Schnellangriff das 19:12 und ließ die 30 mitgereisten Eisbären-Fans jubeln. Weißenfels nahm direkt die Auszeit - und das zeigte Wirkung. Die Gastgeber kamen nun besser zurecht, verkürzten rasch (19:18). Bis zur Halbzeit blieb das Spiel eng (38:42).

Schlafmütziger Beginn

Im dritten Viertel erwischten die Bremerhavener dann aber - wie sooft in dieser Saison - einen schlafmützigen Start. Schnell lagen sie mit neun Zählern zurück (40:49). Mit zwei krachenden Dunkings sorgte Keith Benson (insgesamt 18 Punkte) zwar für die richtige "Hallo-wach"-Aktion. Ärgerlich aber: Die Eisbären kassierten in der Defensive immer wieder leichte Körbe und taten sich auch offensiv schwer. So blieb der MBC in Front.

Teurer Ballverlust von Moore

Eingangs des Schlussabschnitts war es dann "Addi" Breitlauch, der die Eisbären mit zwei Dreiern wieder voll ins Geschäfts brachte (67:67). Doch am Ende entschieden Kleinigkeiten. 16,4 Sekunden vor Schluss kassierten die Eisbären einen Dreier (84:86). Anschließend bestand die Chance zum Ausgleich, doch beim Einwurf vertendelte Armani Moore den Ball. Zudem vergab Chris Warren mit der Schlusssirene einen Dreier zur möglichen Verlängerung.  

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