Tatort Tukur

Im letzten Tatort dieses Jahres spielt Ulrich Tukur nicht Kommissar Felix Murot, sondern sich selbst.

Foto: Kai von Kröcher/HR/dpa

Fernsehen
Promis

An diesem Tatort scheiden sich die Geister

Von nord24
28. Dezember 2015 // 12:48

Zwischen Lob als bestem Sonntagskrimi 2015 und Verriss als wirrem Fernsehstück: Der letzte „Tatort“ des Jahres mit Ulrich Tukur und dem Titel „Wer bin ich?“ hat als Film-im-Film die Gemüter gespalten. Kritiker hatten das Werk vom Hessischen Rundfunk (hr) vorab viel gelobt, die Reaktionen der Zuschauer waren auch oft begeistert, einige kritisierten aber auch die Selbstverliebtheit der TV-Verantwortlichen. Die Einschaltquote war unterdurchschnittlich mit 7,06 Millionen Zuschauern. Im Schnitt lag sie 2015 bei 9,6 Millionen. Der „Bild“-Zeitung vom Montag war der Film „Wer bin ich?“ die Titel-Schlagzeile wert: „Die große „Tatort“-Verarsche“. Der Film sei „totaler Mist“ gewesen, „viel zu verkopft“. Tausende Zuschauer in Foren, bei Twitter oder Facebook lobten die „komische Parodie“ hingegen als eine Art „Kafka-Erzählung“, freuten sich über „mehr Metaebenen als die Polizei erlaubt“. #Tatort #WerBinIch: Irrsinnig komische Parodie, unheimlich wie eine Kafka-Erzählung und mehr Metaebenen als die Polizei erlaubt. 91/100 — Sebastian Freisleder (@HereAndNowBoys) December 27, 2015 Andere gaben zu, intellektuell überfordert gewesen zu sein oder kritisierten die „Nabelschau“ der öffentlich-rechtlichen ARD oder äußerten gleich die übliche Kritik am Rundfunkbeitrag und dem „Tatort“-Kult überhaupt.

Auch Til Schweiger findet den Tukur-Tatort "aussergewöhnlich"

Schon nach vier Minuten war klar: Das wird kein gewöhnlicher Sonntagskrimi. Die beiden Leichen, die Tukur als LKA-Ermittler Felix Murot in einem Parkhaus findet, sind nicht echt. Sie gehören zu „Tatort“-Dreharbeiten. Von da an entwickelte sich ein Film-im-Film, in dem Tukur den Schauspieler Tukur spielt und wegen eines tödlichen Autounfalls eines Kollegen aus der Aufnahmeleitung unter Verdacht gerät. Til Schweiger äußerte sich übrigens am Sonntagabend auch zum Tukur-“Tatort“ bei Facebook: „Der Tatort heute war.... aussergewöhnlich...am 1.1. 2016 geht’s wieder ganz normal weiter...!“ Der Tatort "Wer bin ich?" ist noch bis zum 26. Januar täglich ab 20 Uhr in der ARD Mediathek zu sehen.

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