Jens Büchner berichtet im Dschungel über seine früheren Selbstmordabsichten, Kader Loth denkt hingegen nur ans Essen - zur Not auch Menschenfleisch.

Jens Büchner berichtet im Dschungel über seine früheren Selbstmordabsichten, Kader Loth denkt hingegen nur ans Essen - zur Not auch Menschenfleisch.

Foto: RTL / Stefan Menne (RTL-Hinweis: Alle Infos zu 'Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!' im Special bei RTL.de: www.rtl.de/cms/sendungen/ich-bin-ein-star.html)

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Selbstmordversuche und Kannibalismus: Die dunkle Seite des Dschungelcamps

Von nord24
15. Januar 2017 // 09:16

Die ARD hat mal eine ganze Themenwoche dafür gebraucht, um sich anständig mit dem Thema Tod auseinanderzusetzen. Im Dschungelcamp handeln die Kandidaten das schon in der zweiten Episode mal eben so zwischen Bohnen, Reis und Schlangen ab. Und dabei kommt es knüppeldick: Nahtod, Selbstmordversuche und - ja auch das - Kannibalismus!

Kader Loth bekommt plötzlich Hunger auf andere Menschen

Warum gerade die Botox-gesättigte Kader Loth mit ihren (O-Ton) "Spaghettiarmen" so sehr unter der Mangelversorgung im Camp leidet, bleibt ihr Geheimnis. Der Hunger allerdings bringt die It-Girl-Oma auf dunkle Gedanken. "Jetzt weiß ich, warum Menschen im Busch andere Menschen essen", ist das Fazit der Teilzeit-Anthropologin, während sie auf die saftigen Arme von "Mallorca-Jens" Büchner schaut.

Jens Büchners Selbstmordversuch mit "Saurem Apfel" und Herztabletten

Der hingegen hat ganz andere Probleme. Im nächtlichen Talk mit Botox-Bubi Florian Wess geht es um die menschlichen Abgründe. Wess berichtet von Drogenexzessen mit Speed und der Rettung durch seine Mutter. Doch da setzt Büchner noch einen drauf. Pleite und verlassen wollte er damals seinem Leben mit einer Überdosis "Saurem Apfel" und Herztabletten ein Ende setzen. Elf Sekunden Herzstillstand, Defibrillator und Dankbarkeit, dass man die sorgenden Eltern nun "mit dem Dschungel finanziell unterstützen kann".

Zwei Stunden Dschungel ersetzen glatt 'ne ARD-Themenwoche

Als dann auch noch Fräulein Menke die Narben ihres Versuchs zeigt, sich die Pulsadern aufzuschneiden, weiß man nicht mehr, ob RTL die Suizid-Storys den "Stars" als eigentliche Dschungelprüfung auferlegt hat, oder ob es sich wirklich um tiefe und authentische Einblicke in einen Teil der deutschen Seele handelt. Denkbar wäre es. Denn bei aller Oberflächlichkeit sitzen hier doch Menschen, in deren Leben so einiges schief gelaufen sein muss, die echte Probleme hatten. Dass vor Millionen Zuschauern so offen über den Suizidversuche und die Rückkehr ins Leben geredet wird, ist jedenfalls fast so viel Wert wie eine ARD-Themenwoche.
"Wenn die Sonne aufgeht, fängt der Tag an. Und wenn es dunkel wird, ist es Schlafenszeit." (Aphorismus von Gina-Lisa Lohfink)

Da fehlte eigentlich nur noch Ulla Kock am Brink

Und die Dschungel-Prüfung? Die war mit einem Unterwasserduell zwischen Honey und Florian Wess eher etwas für die "100.000 Mark Show" als fürs Dschungelcamp. Dafür gab's aber noch tiefgründige Einblicke in die Philosophie der Gina-Lisa Lohfink: "Wenn die Sonne aufgeht, fängt der Tag an. Und wenn es dunkel wird, ist es Schlafenszeit." Na dann, gute Nacht!

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