Sie feiert heute ihren 70. Geburtstag: die Vespa.

Sie feiert heute ihren 70. Geburtstag: die Vespa.

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Freizeit

Herzlichen Glückwunsch, Vespa

Von Lili Maffiotte
23. April 2016 // 17:53

Flotte Zweiräder gibt es im italienischen Verkehrschaos wie Sand am Mittelmeer. Aber ein Roller sticht heraus: die Vespa. Seit 70 Jahren ist sie für viele mehr als ein Fahrzeug - sie ist ein Lebensgefühl. Dabei hätte die flotte Wespe fast ausgesehen wie eine Ente. Heute feiert die Vespa ihren 70. Geburtstag. 

Der Mythos von 1946

Heute feiert die Vespa ihren 70. Geburtstag. "Wir definieren die Vespa als eine "jung gebliebene 70-Jährige", die noch Jahrzehnte voll großer Veränderungen und Revolutionen vor sich hat", sagt Davide Zanolini, Sprecher der Gruppe Piaggio, in deren Werk im toskanischen Pontedera der Mythos 1946 geboren wurde. Heute gehört der Roller genauso zu Italien wie Pizza, Pasta und Pompeji.

Vom Vater zum Sohn: Fahrzeug ist ein Sammlerstück

Aber nicht nur in seiner Heimat ist das schnittige Zweirad ein Hit - 18 Millionen Exemplare in 150 Modellen sind bis heute in alle Welt ausgeschwärmt. Die Fans des Evergreens sind nicht nur solche, die die Zeit der Petticoats noch persönlich erlebt haben, sondern auch ihre Kinder und Enkel. "Es passiert oft, dass eine Vespa vom Vater an den Sohn weitergegeben und so gut gepflegt wird, dass sie viel länger überlebt, als es für ein Fahrzeug normal wäre", erklärt Zanolini. "So wird sie zum Kultobjekt, zum wahren Sammlerstück."

Fortbewegungsmittel für zwei Personen

Begonnen hatte die Erfolgsstory, als das Flugzeugwerk Piaggio nach dem Zweiten Weltkrieg ein erdverbundenes Standbein suchte. Unternehmenschef Enrico Piaggio erkannte, was die Masse der Bevölkerung, die sich kein Auto leisten konnte, brauchte: ein einfaches, aber motorisiertes Fortbewegungsmittel für zwei Personen.

Prototyp mit dem Aussehen einer Ente

Zunächst entstand ein Prototyp mit dem Namen MP 5. Die Form war so seltsam, dass der Roller den Spitznamen "Paperino" (Donald Duck) bekam. "Nicht alle wissen, dass die Vespa eine Art Papa hatte", sagt Zanolini. "Aber der gefiel Enrico Piaggio nicht, und so beauftragte er den Luftfahrtingenieur und Erfinder Corradino d'Ascanio damit, nochmal Hand anzulegen."

Wespe wie Vespa

Breites Hinterteil, schmale Taille: "Die MP 6 schaut aus wie eine Wespe (Italienisch: Vespa)!", rief Piaggio begeistert. Der Name einer Legende war geboren - und wurde am 23. April 1946 zum Patent angemeldet.  

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