Übernachtungen sind innerdeutschlands ab Montag, 2. November nicht mehr möglich. Was ihr jetzt beachten müsst.

Übernachtungen sind innerdeutschlands ab Montag, 2. November nicht mehr möglich. Was ihr jetzt beachten müsst.

Foto: Oliver Berg/dpa/dpa-tmn

Freizeit

Keine November-Reise wegen Corona: Welche Rechte haben Urlauber?

Von Falk Zielke
31. Oktober 2020 // 09:00

Die Corona-Pandemie macht das Reisen schwer - auch innerhalb Deutschlands. Um das Virus einzudämmen, haben sich Bund und Länder darauf geeinigt, dass Hotels und andere Unterkünfte vom 2. November an keine Touristen aufnehmen dürfen. Die Bürger sind zudem aufgerufen, auf private Reisen, Tagesausflüge und Verwandtenbesuche zu verzichten. Antworten auf wichtige Fragen dazu.

Bekomme ich mein Geld zurück?

Wie genau zum Beispiel Unterkünfte die Beschlüsse von Bund und Ländern in die Praxis umsetzen, ist derzeit noch nicht ganz klar. Mit dem Verbot für Hotels und Pensionen, touristische Gäste zu beherbergen, greift wieder das sogenannte Prinzip der rechtlichen Unmöglichkeit: Wenn Reisende die Leistung nicht in Anspruch nehmen dürfen, „ist die Erfüllung des Beherbergungsvertrages nicht möglich“, so Degott.

Bei Unterkünften im Inland dürften Kunden aus den genannten Gründen einen Erstattungsansprüchen haben. Manche Hotels werden sicher aber auch statt einer Geldzahlung einen Gutschein anbieten. Bei Pauschalreisen gilt: Kann die vertraglich vereinbarte Reise nicht wie geplant stattfinden oder wird sie vom Veranstalter abgesagt, hat der Kunde einen Anspruch auf Rückzahlung seines Geld - und zwar binnen 14 Tagen, erklärt die Verbraucherzentrale Sachsen.

Darf ich überhaupt noch anreisen?

Touristen, die vor Freitag (30. Oktober) in ein Hotel oder eine Pension in Nordrhein-Westfalen eingecheckt haben, dürfen ihren Urlaub dort wie geplant fortführen. Wer dagegen erst an diesem Freitag oder am Wochenende ankommt, müsse spätestens Montag wieder abreisen. Schleswig-Holstein ist strenger: Dort müssen alle Touristen spätestens am 2. November abreisen. Für Urlauber auf den Nordseeinseln und Halligen gelte eine Frist bis 5. November wegen der Kapazitäten im Fährverkehr sowie in den Autozügen.

Was ist mit meinem Flug?

Die Rückzahlpflicht gilt allerdings nicht ohne weiteres für gebuchte und bezahlte Flüge, Zugtickets oder Mietwagen. „Flüge zum Beispiel sind ja nicht verboten“, erklärt Degott. „Daher muss man das Ticket auch zahlen - selbst wenn man am Urlaubsort keine Unterkunft bekommt.“

Auch bei Individualreisen ins Ausland besteht nicht grundsätzlich ein Anspruch auf Erstattung, ergänzen die Verbraucherschützer. Grundlage ist hier oft das Recht des Landes, in dem die Unterkunft liegt. In einigen EU-Ländern darf es dann Gutscheine statt Erstattungen geben.

Immer informiert via Messenger
Soll es Freiheiten für Geimpfte geben?
359 abgegebene Stimmen
Folge den Pinguins via Messenger