Dichtes Gedränge an der "Bierstraße": Hunderte Urlauber aus Deutschland sollen am Ballermann auf Mallorca Party gemacht haben, ohne sich um die geltenden Corona-Regeln zu scheren. Daraufhin griffen die spanischen Behörden durch und schlossen den Bars und Cafés bis auf Weiteres.

Dichtes Gedränge an der "Bierstraße": Hunderte Urlauber aus Deutschland sollen am Ballermann auf Mallorca Party gemacht haben, ohne sich um die geltenden Corona-Regeln zu scheren. Daraufhin griffen die spanischen Behörden durch und schlossen den Bars und Cafés bis auf Weiteres.

Foto: Michael Wrobel/Birdy Media/dpa

Freizeit

Nach Chaos-Partys: „Ballermann“ für Sommer trockengelegt

Von Emilio Rappold
15. Juli 2020 // 17:35

Mallorca greift im Kampf gegen Sauftourismus und Corona durch. Es werden alle Lokale zwangsgeschlossen. Asoziale Touristen wolle man nicht, heißt es.

Zwangsschließungen

Die wilden Partys Hunderter Touristen ohne Schutzmaske und Sicherheitsabstand haben auf Mallorca ein einschneidendes Nachspiel: Erstmals werden auf der spanischen Insel mitten im Sommer alle Vergnügungslokale im Herzstück des von Touristen gern besuchten „Ballermanns“ für zwei Monate zwangsgeschlossen, teilte die Regionalregierung am Mittwoch mit.

Urlauber feiern Chaos-Party

Deutsche und Briten hatten am Wochenende für „Chaos“ gesorgt, wie die Inselzeitung „Última Hora“ titelte. Angetrunkene Männer und Frauen ohne Mund-Nasen-Masken hatten unter anderem im dichten Gedränge geflirtet, gegrölt - und, wie zahlreiche Videos zeigten, sich nicht im mindesten um die Corona-Regeln geschert.

„Asoziale Touristen“ unerwünscht

Der balearische Tourismusminister Iago Negueruela hatte eine klare Botschaft: „Wir wollen diese asozialen Touristen hier nicht haben. Sie sollen nicht kommen.“ Man dürfe nicht zulassen, „dass einige wenige dem Image der Inseln Schaden zufügen“ und die Erfolge der Balearen im Kampf gegen die Pandemie aufs Spiel setzten.

Man werde nicht zögern, die Maßnahmen wenn nötig auch auf andere Gebiete der Insel auszuweiten. „Die Gesundheit geht vor. Und ohne Gesundheit gibt es auch keine Wirtschaft“, so Negueruela. Je nach Entwicklung sei eine Verlängerung und auch eine Verkürzung der Zwangsschließungen denkbar.

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