Traumauto als Modellauto

Das 1:87-Modell des Audi A3 des Herstellers Herpa kommt dem Original recht nahe. Käufer müssen dafür rund 14 Euro zahlen. Foto Herpa/dpa

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Freizeit
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Traumauto im Modellformat: Eine Geschenkidee zu Weihnachten

Von nord24
11. Dezember 2015 // 16:20

Das Traumauto im Kleinen besitzen, den ganzen Fuhrpark eines Herstellers im Wohnzimmer stehen haben: Modellautos können zu Weihnachten ein gutes Geschenk für Autobegeisterte sein. Die Preisspanne reicht dabei vom einstelligen bis in den dreistelligen Bereich. Aber was kauft man, und wo? Und welche Rolle spielt der Maßstab?

Traumauto im Schrankregal

Ein guter Ausgangspunkt fürs erste Modell ist die eigene Autovergangenheit. "Viele wollen die Autos im Regal stehen haben, die sie selbst gefahren haben", sagt Andreas Berse, Chefredakteur der Fachzeitschrift "Modellfahrzeug".

Maßstab ist wichtig

Neben der Wahl der Marke  spielt für das kleine Traumauto der Maßstab eine wichtige Rolle. Klein, kleiner oder richtig klein? Die Entscheidung ist eine Geschmacks- und Platzfrage. Berse hilft beim Eingrenzen: In Deutschland seien vor allem 1:87, 1:43 und 1:18 verbreitet. "Das sind die drei wichtigsten Maßstäbe. Mit denen macht man nichts falsch."

Das beliebte HO-Format

1:87 ist wegen der Modellbahntradition beliebt. Vielen ist der Maßstab darum eher unter der Bezeichnung HO (für die Spurweite) bekannt. Die 1:87-Modelle sind  vier bis fünf Zentimeter lang. Für die Betrachtung einiger Verarbeitungsdetails benötigt man aber eine Lupe. Denn das normale Auge erkennt sie nicht mehr.

Schnell mal ein paar hundert Euro

Mit 20 bis 30 Zentimetern Größe sind Modellautos im Maßstab 1:18 bereits ein echter Platzfüller. "Diese Modelle lassen sich oft lenken, die Türen gehen auf und zu", sagt Berse. Besonders gute Modelle kosten schnell mal ein paar hundert Euro. Der Preis ist aber nicht automatisch ein Indikator für Qualität: Hochwertige Modellautos können zehn oder 400 Euro kosten. Ein Vergleich nach den Kosten ist nicht angebracht. "Das wäre wie Äpfel und Birnen vergleichen", sagt Peter Brunner, Produktmanager bei Schuco in Nürnberg. Letztlich sei es eine Frage des Anspruchs.

Neun Monate für Bauteilformen

Die Herstellung qualitativ guter Modellautos ist immer ein aufwendiger Prozess. Beim Hersteller Herpa in Dietenhofen nimmt allein die Erstellung der Formen für die einzelnen Bauteile sechs bis neun Monate in Anspruch. Die Firma bekommt dafür von den Autobauern die originalen Konstruktionspläne und plant auf deren Grundlage das kleine Modell, sagt Herpa-Sprecher Daniel Stiegler.

Werbung fürs Original

Die meisten größeren Autofirmen arbeiten eng mit den Modellbauern zusammen. Das Traumauto im Modellformat schließlich Werbung fürs Original. "Natürlich sind die Unternehmen wie Audi, Porsche und Mercedes daran interessiert, dass zum Verkaufsstart ihrer neuen Modelle auch schon die Miniaturen erhältlich sind", sagt Berse. Ob ein Modellauto vom Autobauer lizenziert und nach originalen Plänen gebaut ist, zeigen kleine Lizenzaufkleber an den Verpackungen.

Verarbeitung prüfen

Auch wenn Laien nicht alle Nuancen einschätzen können: Die Verarbeitung eines Modellautos können sie vor dem Kauf prüfen. Sind die Bauteile ordentlich fixiert, ist die Lackierung durchgängig und frei von Fehlern? "Mit den Fingern fährt man über die Karosserie. Die Spalten zwischen Bauteilen sollten kaum zu spüren sein", sagt Berse. "Scheinwerfergläser und andere Anbauteile sollten keine Grate haben, die hervorstehen", sagt Schuco-Mann Brunner.

Spezielle Modellautogeschäfte

Solche haptischen Eindrücke bekommt man nur vor Ort. Modelleisenbahnfachhandel und spezielle Modellautogeschäfte sind die ersten Anlaufstellen für den Modellkauf, sagen alle Experten. "Dort ist die Beratung am fundiertesten. Gerade wer ins Sammeln einsteigen will, bekommt dort nützliche Tipps", sagt Berse. Wer das Modell eines ganz bestimmten Autos sucht, sollte sich ebenfalls an den Fachhändler wenden, sagt Brunner. "Die können das am besten recherchieren."

Hintergrundwissen und Preistransparenz

Eine riesige Auswahl liefert das Internet. Ohne Hintergrundwissen kann die Recherche dort aber beschwerlich sein. "Was man nicht kennt, findet man dort auch nicht", sagt Berse. Der Vorteil liegt natürlich in der Preistransparenz. Im Gegensatz zum Fachgeschäft kann man auf den Webseiten Preise gut vergleichen. Mehr Tipps zu Weihnachten lesen Sie hier.

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