Im Jahr 2016 kamen 7170 Kinder unter zehn Jahren in einem Auto zu Schaden.

Im Jahr 2016 kamen 7170 Kinder unter zehn Jahren in einem Auto zu Schaden.

Foto: Pleul/dpa

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Kindersitze: Gebrauchte können gefährlich sein

Von nord24
9. September 2017 // 20:30

Die Sachverständigen der Prüforganisation Dekra warnen bei Kindersitzen im Auto vor falscher Sparsamkeit. Wer einen gebrauchten Kindersitz unbekannter Herkunft verwendet, läuft Gefahr, dass das Kind bei einem Unfall nicht optimal geschützt oder sogar zusätzlich verletzt wird.

Sicherung in einem intakten Kindersitz ist wichtig

Für Kinder ist das Auto nach wie vor das gefährlichste Verkehrsmittel. Im Jahr 2016 kamen 7170 Kinder unter zehn Jahren in einem Pkw zu Schaden. Das sind mehr als die Hälfte aller verunglückten Kinder dieser Altersgruppe. Die Sicherung mit einem intakten, altersgerechten Kindersitz ist daher oberstes Gebot, warnt die Dekra. Das gilt besonders auch für Kurzstrecken.

Äußerlich einwandfrei, innerlich gebrochen

Ein gebrauchter Kindersitz ist dafür nicht die erste Wahl. „Ein Kindersitz aus einem Unfallwagen kann äußerlich noch einwandfrei aussehen, aber innen gefährliche Brüche oder Risse aufweisen“, warnt Ralf Ambos, Testingenieur im Dekra Technology Center in Klettwitz. „Bei Kinder-Rückhaltesystemen, deren Geschichte man nicht kennt, heißt es deshalb: Hände weg.“

Kunststoff der Kindersitze wird spröde

Bei älteren Sitzen kommt das Risiko hinzu, dass Kunststoff durch Wärme und Sonneneinstrahlung altern und spröde werden kann. Das verschlechtert seine Fähigkeit, im Ernstfall Energie zu absorbieren und damit seine Schutzwirkung. Generell gilt bei Auto-Kindersitzen die Regel: Je jünger, umso besser. Ist ein Sitz schon älteren Datums, spricht viel für eine Neuanschaffung. „Damit ist man auf der sicheren Seite“, sagt Kindersitz-Prüfer Ambos. „

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