Jetzt begeistert der Garten durch eine farbenfrohe Blütenpracht.

Jetzt begeistert der Garten durch eine farbenfrohe Blütenpracht. Hier zeigt sich Rittersporn von seiner schönsten Seite. Er bildet kräftige, meterhohe Stiele, an denen blaue Blüten sitzen, die sich von unten nach oben öffnen.

Foto: Michael Reichel/dpa-Zentralbild/dpa-tmn

Garten

Auszeit auf dem Blütenteppich

1. Januar 2020 // 10:51

Tipps und Tricks vom Gartenexperten – Ruhepausen verhelfen Pflanzen zu neuer Kraft

Rosenblätter mit schwarzen Flecken oder Schnecken, die sich das Grün der Hortensie schmecken lassen und sogar vor einem Hochbeet keinen Halt machen. Unsere Leser haben wieder zahlreiche Fragen rund um das Geschehen in ihrem Garten eingesendet, die an dieser Stelle als besonderer Service beantwortet werden.

Euer Weg zur Fachberatung

Wer ebenfalls Fragen rund um die Gartenpflege hat, kann diese immer donnerstags von 12 bis 14 Uhr stellen. Ein Anruf unter der Telefonnummer 0471/597-273 oder eine E-Mail an garten@nordsee-zeitung.de genügen. Wir leiten eure Fragen dann weiter an Jürgen Sheldon, Fachberater im Verband Wohneigentum. In der Regel finden Sie die Antworten dann auf der nächsten Gartenseite.


Konrad Bolze: Unsere Rhododendren wachsen zum Gehweg am Haus. Wann sollte man sie schneiden, damit sie wieder ausschlagen?

Ein Rückschnitt der Rhododendren kann jetzt im Juli noch erfolgen. Eine Knospenbildung erfolgt aber erst im nächsten Jahr.

Ursula Belde: Die Blätter der Ballhortensie und die der Alantpflanze sind zerfressen. Schnecken beziehungsweise Raupen sind auch nachts nicht zu entdecken. Welche Tiere sind die Ursache und wie kann man sie bekämpfen?

Der Befall an den Blättern der Ballhortensie beziehungsweise Alantpflanze wird durch einen Rostpilz hervorgerufen. Dadurch zerfällt das Blattgewebe. Hier empfehle ich nur das Abnehmen der befallenen Blätter und einen Rückschnitt der Pflanze.

Ralf Klann: Unser Portugiesischer Kirschlorbeer ist etwa zwölf Jahre alt, hat einen Durchmesser von fünf Metern und ist etwa 3,5 Meter hoch. Nun leidet er eventuell unter Mehltau. Was kann man dagegen machen?

Der Kirschlorbeer hat einen echten Mehltaubefall. Die Blätter sind mehrfach flächendeckend mit Apfelessig (ein Esslöffel Essig mit einem Liter Wasser mischen) zu spritzen beziehungsweise zu besprühen.

Heinrich Kornahrens: 1. Unter den Rosen befinden sich Nester mit rotbraunen Ameisen. Die Rosen gehen ein. Was lässt sich dagegen unternehmen? 2. Die anderen Rosen haben rot-schwarze Flecken, als Folge werden die Blätter gelb. Woran liegt das?

Zu 1: Die roten Ameisen sind nicht die Ursache für das Eingehen der Rosen. Die Ameisennester ausgraben und entfernen ist ein probates Mittel. Zu 2: Die anderen Rosen haben einen Pilzbefall (Sternrußtau), der mit einem Fungizid bekämpft werden kann.

Anke Krüger: Unsere Kakipflanze (Sharon) trägt große Früchte. Beim Verzehr entsteht ein Belag auf den Zähnen, der unangenehm ist. Der Geschmack ist gut. Was kann man machen, damit kein Belag beim Verzehr entsteht? Kann man so etwas durch Düngen oder Beschneiden vermeiden?

Die Kakipflanze ist noch unreif. Die Sorte Sharon besitzt weniger Tannine (Gerbstoffe) und kann schon mit der Schale verzehrt werden. Der Belag auf den Zähnen rührt durch die unreife Frucht her.

Birgit Friemelt: Es stehen ein Buchsbaum und eine Kamelie nah beieinander, so dass einige Äste bereits ineinander wachsen. Die Kamelie ist mindestens 1,60 Meter hoch, der Buchs etwa 1,20 Meter. Welche Pflanze verkraftet das Umpflanzen besser und was ist zu beachten?

Der Buxus verträgt ein Umpflanzen am besten. Hierbei ist der Einjahrestrieb von 2020 einzukürzen. Einen Ballen von nicht kleiner als 60 Zentimeter Durchmesser stechen. Die Faserwurzeln anschneiden und in ein Pflanzloch von 80 Zentimeter Durchmesser und mit humosem sandigen Boden pflanzen und das Angießen nicht vergessen.

Wolfram Moll: Unsere Kamelie – ihr Alter beträgt nach Pflanzung 13 Jahre – hat einige trockene Blätter. Wir haben täglich eine halbe Gießkanne Wasser oder mehr gegossen. Leider gibt es eher mehr als weniger trockene Blätter (Foto). Gedüngt wurde sie dieses Jahr zweimal mit Kameliendünger. Was ist zu tun?

Die Kamelie ist überversorgt mit Wasser und Dünger. Es liegt ein Wurzelschaden vor, der zum Austrocknen der Blätter führt. Die Pflanze sollte eine Ruhepause von mindestens vier Wochen bekommen.

Gabriele Kruse: Im vergangenen Jahr habe ich ein Hochbeet angelegt. Da es schon später im Jahr war, hatte ich nur Radieschen und alles war bestens. Jetzt habe ich Kohlrabi, Buschbohnen und Möhren gepflanzt. Die Buschbohnen sind in Ordnung, aber die Kohlrabi sind angefressen und Radieschen, die ich hatte, wiesen die gleichen Fraßstellen auf. Eine Bekannte meinte, das wären Asseln und ich sollte rohe angeschnittene Kartoffeln auslegen. Das hat aber nicht viel geholfen. Was kann ich tun?

Asseln sind nicht die Schädlinge, da diese sich hauptsächlich von Totholz oder Ähnlichem ernähren. Die ausgewählten Pflanzen sind gute Nachbarn für eine Mischkultur bei einer großen Spannbreite von Schwach- zum Starkzehrer für den Nährstoffbedarf. Für die Fraßstellen sind in der Hauptsache Schnecken in verschiedener Form die Verursacher.

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