Der eigene Garten kann viele Leckereien wie Erdbeeren, Äpfel oder Feigen birgen

Der eigene Garten kann viele Leckereien wie Erdbeeren, Äpfel oder Feigen birgen

Foto: Sina Schuldt/dpa

Garten

So schmeckt der Sommer

Von nord24
1. Januar 2020 // 12:34

Tipps und Tricks vom Experten – Jetzt verwandelt sich der Garten in eine Speisekammer

Wer die Möglichkeit dazu hat, genießt den Sommer in seiner grünen Wohlfühloase. Leider gilt dies auch für viele Schädlinge, die sich an dem Grün der Hobbygärtner erfreuen. Doch die müssen den ungebetenen Gast nicht dulden. Was hilft, das wird an dieser Stelle beantwortet. Wer Fragen rund um die Gartenpflege hat, kann diese immer donnerstags von 12 bis 14 Uhr stellen. Ein Anruf unter der Telefonnummer 0471/597-273 oder eine E-Mail an garten@nordsee-zeitung.de genügen. Wir leiten Ihre Fragen dann weiter an Jürgen Sheldon, Fachberater im Verband Wohneigentum. In der Regel finden Sie die Antworten dann auf der nächsten Gartenseite.

Reinhard Lunden: 1. Der Feigenbaum hat jetzt grüne Früchte. Wann werden diese geerntet? 2. Wann und mit welchem Mittel werden Apfelwickler bekämpft?

Zu 1: Frühe Sorten der Feige haben schon im Juli reife Früchte. Regulär können die Früchte ab September geerntet werden. Die Früchte verfärben sich bräunlich-violett. Ein Drucktest über die Festigkeit hilft hier. Es entstehen kleine Risse und Saft kann austreten. Zu 2: Apfelwickler werden mit folgenden Maßnahmen bekämpft: a) Von Juli bis September die befallenen Früchte entfernen. b) Von Mai bis September Pheromon-Fallen in den Baum hängen. c) Ab Ende Juni Wellpappengürtel bis zehn Zentimeter am Stamm anlegen und wöchentlich auf Larven und Puppen untersuchen. d) Bei starkem Befall, nach Ermittlung des Behandlungstermins anhand der eingehängten Pheromon-Fallen, wird eine Behandlung durch Spritzung etwa acht bis zehn Tage nach dem Falterflug mit Bayer Garten Raupenfrei empfohlen.

Jürgen von der Lieth: Im Teich befindet sich Entengrütze. Was kann man dagegen tun? Es sind keine Tiere im Teich.

Die Entengrütze ist ein Zeichen guter Wasserqualität in Ihrem Teich. Die Pflanzen am Teichrand nicht düngen (Rasen oder Ähnliches). Ansonsten durch mechanisches Abfischen reduzieren.

Edmund Stolze: Ich habe eine Frage zu meinen Gurkenpflanzen. Jeweils drei Pflanzen sind in einem Pflanzgefäß (mit Wassertank) gepflanzt. Sie wachsen gut und haben auch Blüten und Fruchtansätze. Allerdings fällt mir auf, dass die Blätter (Foto) komisch aussehen und braune Flecken haben. Was ist die Ursache und was muss ich tun?

Die Ursache ist ein Befall der Blätter von falschem Mehltau im Anfangsstadium. Empfohlen wird eine Bekämpfung mit „Fungisan Rosen und Gemüsepilzfrei“ von Neudorff.

Marlies Arnswald: Wir haben im neu angesäten Rasen wilde Kamille. Was können wir dagegen machen?

Die wilde Kamille verträgt keinen regelmäßigen kurzen Rasenschnitt. Sie geht dadurch zurück. Zusätzlich ist es erforderlich, starke Pflanzen mechanisch zu entfernen.

Dagmar Sziegaud: Die Erdbeerpflanzen haben viele Blüten, aber keine Früchte. Sie bilden viele Ausläufer. Woran liegt das?

Bei Erdbeeren durch Reduzierung des Laubes die Blüten zur Befruchtung freistellen. Die Ausläufer sind zu diesem Zeitpunkt ebenso zurückzuschneiden. Sie sind erst nach der Ernte für die vegetative Vermehrung zu verwenden.

Marion Batorowicz hat eine Fotocollage von Stockrose, Johannisbeere, Schneeball und Fingerhut geschickt: Wer ist da tätig und was kann man ohne Gift tun?

Dem Foto nach handelt es sich um einen alten Pilzbefall. Bei der Stockrose ist es zum Beispiel Malvenrost. Wenn keine Bekämpfung mit einem biologischen oder chemischen Mittel gewünscht ist, hilft hier nur das Abpflücken der befallenen Blätter und deren Entsorgung.

Susanna Wagener-Reim hat ein Bild von einer großen Eiche geschickt, die in Bremerhaven-Surheide an der Ecke Carsten-Lücken-Straße/Vorarlberger Straße steht: Schon im vergangenen Jahr fiel mir auf, wie schlecht bestellt es um ihn stand. Dieses Jahr nun ist er komplett trocken und hat kein einziges Blatt. Wie kann das hier geschehen?

Bei dem angegebenen Standort fällt die Zuständigkeit an das Umwelt- oder Gartenbauamt. Der Schaden ist durch Erdbautätigkeiten im Untergrund in der Vergangenheit (Straßen- und Gehwegbau mit entsprechenden Leitungsverlegungen) entstanden.

Friederike Zierenberg: Wenn ich den Giersch in der Biotonne entsorge, landet er dann im „großen Kompost“, wird wieder abgefüllt, verkauft und kommt über diesen Umweg zurück in meinen Garten?

Eine Entsorgung von Giersch, auch über die Biotonne, sollte sich auf die grünen Bestandteile der Pflanze beschränken. Obwohl bei der Verarbeitung des Materials der Biotonne höhere Verrottungstemperaturen entstehen, können Samen diesen Prozess überleben und sich neu ausbreiten.

Hans J. Hedrich hat Fotos geschickt von einer Staude mit Blüte und einer an der sich keine Blüten ausbilden. Diese sehen seiner Meinung nach verkümmert beziehungsweise missgebildet aus: Kann das auch an den anderen Stauden im Garten auftreten und was können wir dagegen tun?

Das Sonnenauge (Heliopsis melianthoides) in der zweiten Abbildung sieht aus wie ein abgeblühter Zweig und ist keine Missbildung. Ein Rückschnitt der Staude im Herbst bringt im nächsten Frühjahr wieder eine Blütenbildung.

Hans-Georg Kömmel: Unser Buchsbaum (Foto) weist eine Krankheit oder einen Befall auf. Was ist das und was kann man machen?

Die Gelbfärbung der Blätter und die weißen Spitzen der Blätter sind eine Mangelerscheinung mit einem Pilzbefall. Eine organische Düngergabe und gutes Wässern ergeben Abhilfe. Zusätzlich sollten die befallenen Blätter abgepflückt und vernichtet werden.

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