Anwälte von Hinterbliebenen der Germanwings-Opfer haben neue Beweisanträge an die ermittelnde Staatsanwaltschaft in Düsseldorf gestellt.

Anwälte von Hinterbliebenen der Germanwings-Opfer haben neue Beweisanträge an die ermittelnde Staatsanwaltschaft in Düsseldorf gestellt.

Foto: Skolimowska/dpa

Justiz

Anwälte von Germanwings-Hinterbliebenen wollen weitere Ermittlungen 

Von nord24
15. Oktober 2016 // 15:40

Anwälte von Hinterbliebenen der Germanwings-Opfer haben neue Beweisanträge an die ermittelnde Staatsanwaltschaft in Düsseldorf gestellt.

Hinterbliebene sehen Mitverantwortung bei den Ärzten und der Fluggesellschaft

Sie meinen, dass die behandelnden Ärzte des Copiloten und die Fluggesellschaft eine strafrechtliche Mitverantwortung für das Unglück trügen, wie das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" unter Berufung auf den Berliner Anwalt Roland Krause berichtete. Demnach verlangen die Anwälte neue Ermittlungen wegen des Verdachts auf Nichtanzeige einer geplanten Straftat und fahrlässiger Tötung.

Maschine war im März 2015 zerschellt

Die Germanwings-Maschine war im März 2015 auf dem Weg von Barcelona nach Düsseldorf in den französischen Alpen zerschellt. Nach Überzeugung der Ermittler hatte der Copilot die Maschine absichtlich gegen den Berg gesteuert. Alle 150 Insassen starben.

70-seitiges Schreiben mit "Beweisanregungen"

Ein Sprecher der Düsseldorfer Staatsanwaltschaft erklärte am Sonnabend, nach Auswertung der Krankenakte und als Ergebnis der teilweise bereits erfolgten Vernehmungen sei festzustellen, dass Ärzte und Familie die Suizidabsichten des Copiloten nicht gekannt hätten. Ein 70-seitiges Schreiben mit "Beweisanregungen", das noch nicht vollständig geprüft sei, sei eingegangen, bestätigte er. Die Anwälte hätten nicht mitgeteilt, wen sie vertreten.

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