Brandanschlag auf Flüchtlingsheim: Tatverdächtige sind NPD-Mitglieder

In brandenburgischen Nauen brannte eine Sporthalle, die als Notunterkunft für Flüchtlinge geplant war.

Justiz

Brandanschlag auf Flüchtlingsheim: Tatverdächtige sind NPD-Mitglieder

Von Lili Maffiotte
4. März 2016 // 18:13

Der Brandanschlag auf eine Flüchtlingsunterkunft im brandenburgischen Nauen im August 2015 geht möglicherweise auf das Konto einer rechtsextremen kriminellen Vereinigung. Alle bislang ermittelten Tatverdächtigen gehörten der rechtsextremen Szene an, es bestünden "offensichtlich klare Bezüge zur NPD", erklärte Brandenburgs Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) am Freitag in Potsdam nach einer gemeinsamen Pressekonferenz von Polizei und Staatsanwaltschaft.

NPD-Mitgliedsausweise gefunden

Der inzwischen inhaftierte Haupttatverdächtige Maik S. sei NPD-Mitglied. Auch bei einem weiteren Tatverdächtigen sei ein NPD-Mitgliedsausweis gefunden worden. Die Staatsanwaltschaft ermittelt den Angaben zufolge nun wegen der "Bildung einer kriminellen Vereinigung". Der Brandanschlag am 25. August auf die Sporthalle des Oberstufenzentrums in Nauen galt als schwerster Anschlag auf eine geplante Flüchtlingsunterkunft in Brandenburg seit mehr als 20 Jahren.