Der aktuelle Fifa-Präsident Gianni Infantino hat zu seinen Uefa-Zeiten offenbar an Briefkastenfirmen-Geschäften mitgewirkt.

Der aktuelle Fifa-Präsident Gianni Infantino hat zu seinen Uefa-Zeiten offenbar an Briefkastenfirmen-Geschäften mitgewirkt.

Foto: Leanza/dpa

Justiz
Sport

Durchsuchung bei der UEFA: Panama Papers schlagen weiter hohe Wellen

Von Christoph Käfer
6. April 2016 // 18:06

Nach Berichten über angeblich zweifelhafte Geschäfte des früheren UEFA-Generalsekretärs und heutigen FIFA-Chefs Gianni Infantino hat die Schweizer Bundespolizei die Zentrale der Europäischen Fußball-Union in Nyon durchsucht. Das bestätigte die UEFA am Mittwoch im Hinblick auf die Veröffentlichung der „Panama Papers“. Die Beamten forderten Einsicht in die Verträge zwischen der UEFA und der Briefkastenfirma Cross Trading.

UEFA will mit Schweizer Bundespolizei kooperieren

„Natürlich stellt die UEFA der Bundespolizei alle relevanten Dokumente in ihrem Besitz zur Verfügung und wird vollumfänglich kooperieren", hieß es in einer Pressemitteilung.

Fifa-Präsident Infantino hatte seine Finger im Spiel

Die „Süddeutsche Zeitung" hatte zuvor unter Berufung auf die „Panama Papers" berichtet, dass Infantino 2006 in seiner Funktion als Direktor der UEFA-Rechtsabteilung Verträge mit dem Unternehmen Cross Trading unterzeichnet haben soll, deren Eigentümer zwei der heutigen Angeklagten im FIFA-Skandal waren. Dabei ging es um Fernsehrechte.

Panama Papers: Südamerikanische Händler stehen im Fadenkreuz

Die südamerikanischen TV-Rechtehändler Hugo und Mariano Jinkis sollen mit den Verträgen damals TV-Rechte für die Champions League erworben und diese mit hohem Gewinn in Lateinamerika weiterverkauft haben.

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